“Back dir’s doch selber” – Brotbackautomaten für glutenfreie Bäcker/-innen im Test

BBA2Hallo liebe Blogleser, in unserer Facebookgruppe Zöliakie Austausch kommt regelmäßig die Frage ob es Empfehlungen für Brotbackautomaten zum selber backen gibt. Da glutenfreies Brot im Internet oft teuer ist und man nicht schnell mal zum Bäcker um die Ecke gehen kann, könnten Brotbackautomaten (BBA), die es mittlerweile auch bei ALDI, LIDL und Co. gibt, eine interessante Alternative sein. Aber wie schmeckt das Brot und lohnt sich die Anschaffung eines solchen Gerätes speziell für die glutenfreien Brotbackaktion ? Wir haben mal unsere Mitglieder, die solche Automaten benutzen, nach ihren Erfahrungen und Eindrücken gefragt. Zehn Rückantworten findet ihr hier.Für einen Vergleich bat ich unsere Mitglieder auf folgende Punkte einzugehen:

  • Welches Modell/TypBBA1
  • Preis
  • Seit wann im Einsatz,
  • wie oft wöchentlich wird er benutzt,
  • welche Produkte backst du damit ,
  • Wie ist die Reinigung,
  • Hat er ein spezielles glutenfreies Programm und hilft das was ?
  • Was findest du generell positiv,
  • Was gefällt dir nicht so.

Hier findet ihr einige ausführlichere und einige kürzere Berichte, dich Euch vielleicht helfen eine Entscheidung zu Treffen:


 

Hanna

BBA_SD_ZB2502Zu Stoßzeiten wurde er mehrmals pro Woche benutzt, bis die Tiefkühltruhe voll war. Dann wieder länger nicht… Ich backe Brot (vor allem Backmischungen von der Hammermühle) damit und lasse meinen Hefe-/Pizzateig von ihr kneten (habe sonst keine Küchenmaschine, die mir das abnehmen könnte). Der Teig kann in der Form schön aufgehen und man hat mit dem Geklebe nix zu tun.

Der BBA ist eine sehr gute Beschichtung (daher der stolze Preis), deshalb ist die Form sehr leicht zu reinigen: Haken entfernen, abwaschen, fertig.

Er hat ein gf-Programm, dass ich aber nicht mehr nutze, weil die Ergebnisse im normalen Programm besser werden. (also unnötig…) Timer (also Zeit einstellen, wann das Brot fertig sein soll) nutze ich häufig.

Praktisch sind auch die Programme, die nur den Teig kneten und gehen lassen, aber nicht backen. Positiv: Zeitersparnis, „Idiotensicher“ (meistens…), hat mir geholfen, mich ans selbst-backen ranzutrauen (hatte vor der Diagnose meiner Tochter noch nie Brot gebacken!)

Negativ: eine „Krankheit“ bei diesem Modell ist wohl, dass die Klappe, die die Hefe erst später dazu gibt, gerne offen stehen bleibt und somit nix mehr nützt. Für mich kein Grund, das Riesending extra einzuschicken, aber bei dem Preis ärgerlich!


 

Nicole

  • Modell: Beem Mutiback Topclass 3 in 1
  • Preis: ca. 120,-€
  • Im Einsatz seit ca. 2 Jahren

BEEM_MultibackHab ihn seit ca. zwei Jahren, under wird “öfter” benutzt. Im Schnitt vielleicht 3x im Monat? Klingt nach wenig, aber ich denke es ist nicht ganz jede Woche, da nur ich davon esse und ab und zu backe ich auch im Ofen (oder kauf mir was). Reinigung ist ziemlich einfach, die Form ist beschichtet. Damit hatte ich noch nie Probleme.

Der Automat hat folgende Programme:
– Basic
– Weißbrot
– Vollkornbrot
– süßes Brot
– Kurzbackprogramm
– glutenfreies Brot (das “besondere”: nur einmal kneten am Anfang, dann aufgehen, backen. Die anderen Programme sind quasi: kneten, gehen, kneten, gehen, kneten, gehen, backen).
– Pizzateig (nur kneten und aufgehen)
– Nudelteig (nur kneten)
– Marmelade (nur rühren und “backen” – ich nehme an, die Marmelade wird dabei gekocht)
– Backen (also nur backen – z-b. zum nackbacken) – einstellbar sind 60-90 min
– Kuchen (rühren und backen – dafür gibts ne extra Form)

Was mach ich damit?

In erster Linie Brot 🙂 Mal Backmischungen (am Anfang öfter, jetzt immer weniger), verschiedene Körnerbrote,…. Ich benutze den Automat auch oft zum Teig kneten und aufgehen (Pizzateig-Programm) z.b. für Hefezopf. Das wird dann im Ofen gebacken.
Hab auch schon Kuchen damit gemacht, ist auch sehr cool. Käsekuchen geht damit sehr gut (der wird dann oben nicht so dunkel, weil ja von unten geheizt wird), oder auch Rührkuchen. Dafür gibt es eine extra Runde Kuchenform mit extra Rührer. Das werden dann kleine Kuchen, was für meinen 2-Personen-Haushalt ideal ist.

Generell positiv:
– extra Kuchenform
– genaue Auflistung im Begleitheft, wie welches Programm abläuft
– man muss selbst nichts tun, außer Zutaten rein und evtl beim Teig kneten ein wenig nachhelfen, indem man den Teig vom Rand entfernt
– es gibt einen extra Zutatenspender, in den man Körner reingeben kann, die erst später zum Teig dazukommen sollen. Die dürfen allerdings nicht zu klein sein, sonst fallen sie durch die Schlitze
– Teig kneten und aufgehen (z.B. für den Hefezopf) funktioniert sehr gut und ist sehr praktisch, wenn man keine Küchenmaschine hat

Das stört mich ein wenig:
– Nach Ablauf des Programms sind die Brote nie durch und man muss immer nachbacken, 60-90 min (das muss man abschätzen)
– manchmal funktioniert das “zu gut”. D.h., die Teige gehen zu sehr auf, sodass zum einen der Teig fast über die Form quillt oder das Brot dann beim backen wieder in sich zusammenfällt. Da muss man dann eben die Menge der Hefe reduzieren
– er war ziemlich teuer (ich meine 89 Euro oder so). Es war ein Geschenk, von daher für mich ok 😉 aber kaufen würde ich ihn mir selbst nicht, da das mit dem nicht durchgebackenen Brot dann schon nervt, für den Preis. Ich denke, würde man gh Brot damit backen und das wäre dann durch, wär der Preis sicherlich gerechtfertigt, da man ja noch eine extra Kuchenform hat. Allerdings gibt es ja ein extra glutenfrei-Programm und es funktioniert ja trotzdem nicht so wie es soll…

Fazit: Ich bin trotzdem ganz zufrieden, man kann damit backen. Kaufen würde ich ihn mir für den Preis aber nicht.

Vielleicht noch als Extra: Davor hatte ich einen von Clatronic für 50 Euro. Mit dem hat es auch trotz nachbacken nicht funktioniert, das Brot wurde nie durch. Vielleicht als kleine Warnung….

Ende des Romans 🙂

Liebe Grüße, Nicole


 

Jasmina

Ich habe mir letztes Jahr (2013) den Silvercrest Brotbackautomat vom Lidl geholt. Für 40€ habe ich nicht viel erwartet, aber der Automat macht sich echt super 🙂

Es gibt ein Glutenfrei-Programm und ein paar gf Rezepte im dazugehörigen Rezeptheftchen. Ich habe auch schon einmal einen gf Teig mit einem anderen Programm zubereitet (Gerät nach dem Gehen ausgeschaltet, um den Teig länger gehen zu lassen und dann den Teig mit dem Backprogramm gebacken). Das hat gut geklappt und funktioniert bestimmt auch ohne Gehpause. Ein Nachbacken war bislang noch nie nötig.

Bisher kam der Brotbackautomat bei mir aber noch nicht soo oft zum Einsatz. Ich hatte ihn angeschafft, um im Sommer bei der Hitze nicht den Ofen an machen zu müssen. Da dann dieser Sommer aber nicht so warm war, konnte ich meist doch den Ofen nutzen. Dadurch habe ich den Brotbackautomat nur etwa einmal monatlich verwendet.

Gebacken habe ich damit bisher nur Brot. Von der Konsistenz her war/bin ich sehr zufrieden, nur am Geschmack muss ich noch etwas ändern und weitere Rezepte ausprobieren.
Was auch von Vorteil ist, ist dass in der Gebrauchsanweisung beschrieben ist, wann man die Knethaken entfernen kann, um das berühmte Loch im Teig größtenteils zu vermeiden. Die Backform lässt sich sehr gut reinigen (von Hand) und Beschichtung ist auch super 🙂

Das einzige, was mich an dem Gerät stört, ist dass es eben so lange dauert (knapp 4 Stunden) und ich in dieser Zeit das Haus nicht gerne verlassen, wobei ein gutes Brot aus dem Ofen auch insgesamt nicht weniger Zeit braucht.

Also ich bin alles in allem sehr zufrieden mit diesem Brotbackautomat.

Mit freundlichen Grüßen
Jasmina Germann


Thomas

Wir benutzen seit Jahren einen AFK BM-2N. Das Modell gibt es nicht mehr, es ähnelt aber sehr dem Clatronic BBA 3305. Es ist ein einfacher und günstiger Automat ohne Gluten-Frei-Programm. Wir nehmen die Backmischungen von Sekowa: Frühstücksbrot und Mehrkornbrot. Das Brot gelingt immer, hat eine prima Kruste und schmeckt.
Ein Tipp für die glutenfreien Mischungen: Nach der ersten Rührphase piept das Gerät, dann sollte man den Deckel öffnen und einmal mit einem Rührspachtel am Backtopf anhaftenden Teig ablösen, damit die gesamte Menge gleichmäßig durchgeknetet wird.
Wir schätzen den geringen Aufwand: Backmischung einfüllen, Wasser zugeben, wenn es piept einmal kurz “spachteln” und zum Schluss ein frisches Brot entnehmen.
Noch ein Tipp für alle Automaten: Die Backtröge nur kurz spülen, gut abtrocknen und gelegentlich das Lager des Rührwerks im Trogboden mit einem Tropfen Rapsöl o.ä. fetten, sonst läuft das Lager irgendwann fest und der Trog muss getauscht werden.


Alexandra

BBA UNOLD_68110Hallo, also wir haben den Unold 68110

Wir sind zufrieden damit. Ich backe abwechselnd im Backofen und abwechselnd mit dem Brotbackautomaten.

In der Beschreibung wird auch beschrieben, was bei gf Broten zu beachten ist – es sind auch gf Rezepte dabei.

Ich finde den BBA praktisch – da damit auch meine 10jährige Tochter mal ein Brot backen kann, ohne auf diverse Backschritte achten zu müssen.

Im BBA schmeißt man einfach alle Zutaten rein, stellt das Programm ein und holt das fertige Brot raus.

Wir mögen es auch, wenn etwas Abwechslung beim Brot herrscht – da ein Brot aus dem BBA anders schmeckt als aus dem Backofen.

Das “Loch” stört uns nicht.

Und unser Brot aus dem BBA hat auch eine schöne Kruste.

Mit dem BBA kann man auch einen tollen Pizzateig kneten lassen oder gar Marmelade einkochen. Es ist ein sehr vielseitiges Gerät. Wir möchte ihn nicht in unserer gf Küche missen.


Carla

Hatte den BBA von Unold für damals 79€ ohne spezielles gf Programm.
An erster Stelle haben mich die beiden Löcher massiv gestört.
Auch das Tricksen nach dem Gehen, Teig raus, Haken raus, Teig wieder rein. Die Löcher waren nur etwas kleiner.
Dann die nie gleichmäßig braune Kruste. Und beim BBA schmeckte man massiv die Hefe raus. Egal welche Art von Hefe.
Hab ihn nachher verkauft, selber backen geht viel einfacher als man denkt. Und schmeckt mir persönlich besser.


Claudie

BBA_Unold8695Also ich habe den BBA UNOLD Modell 8695 Backmeister Serie Onyx seit circa vier Jahren. Ich backe öfters damit, allerdings nicht jede Woche. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und bekomme damit auch eine Kruste hin. Ich mag gerne die Mischung “Schnellbrot” von Bauckhof. Das schmeckt richtig lecker und geht schnell. Eben habe ich von Hammermühle die Brotbackmischung “Kastanienbrot” gebacken, das Brot schmeckt auch sehr lecker. Meistens füge ich noch Saaten hinzu, das macht es noch leckerer. Der BBA lässt sich ganz gut reinigen. Am Anfang, als ich den BBA neu hatte, habe ich den Kneter immer während des Backvorganges rausgefischt. Das geht auch einfach, aber inzwischen lasse ich ihn bis zum Schluss drinne und entferne ihn dann. Das Loch ist nicht sooo groß und stört mich nicht. In der Bedienungsanleitung stehen auch Rezepte für Allergiker drinne d.h. “Getreideallergiker”. Die Programme funktionieren ganz gut mit unserem Mehl.


Tina

Also ich hab den Lidl BBA nach meiner Diagnose gekauft und damals auch regelmäßig benutzt, aber mir gelangen Brote damit nur so mittelmäßig und dann hab ich das Brezelrezept von Trudel und das No-knead-Brot entdeckt und seitdem gibts bei mir nix mehr anderes, also steht der Brotbackautomat im Keller. Aber da ich demnächst öfter in Augsburg verbringen werde, bin ich am Überlegen den wieder auszumotten um auch mal wieder frisches Brot zu haben. Aber ehrlich gesagt stört mich so nen bisschen, dass das Brot nicht so locker wird, dass die Haken so riesen Löcher hinterlassen und dass das Gerät für meine Ohren empfindlich laut ist…


 Daniela

Gut, Urteil schon mal vorab: ich backe nur noch im Backofen!

BBA_Superior_BM_1329_2Die ersten Brote sind in meinem Brotbackautomaten BM1329 vom Kaufland noch gut geworden. Zwar von der Konsistenz her nicht so gut wie im Ofen, aber OK. Und halt vom Geschmack her hat man gemerkt, dass sie nicht “richtig” gebacken wurden. Auch das Loch in der Mitte hat mich nur an schlechten Tagen gestört, also wenn mich sowieso ALLES gestört hat . Der Vorteil war halt immer, da ich jeden Sonntag ein Brot backen muss, dass auch wenn es länger dauert von der Zeit her, man in der Zeit so viel anderes erledigen kann, ohne dauernd aufzupassen, dass nichts anbrennt, selbst wenn man dann spontan doch mal weggefahren ist war das ok. Aber irgendwann fing es an, dass das Brot “zu gut” gegangen ist, der Teig ist über die Form gelaufen, auf die Heizstäbe getropft, irgendwann wieder in sich zusammen gefallen. Dann war das Brot am Rand so hoch wie die Form, aber nur so 1 cm dick, und dann kam das tiefe Loch bis das unten wieder ein bisschen Brot war.

BBA_Superior_BM_1329_1Durch das Tropfen auf die Heizstäbe hat sich in der ganzen Küche so ein “schöner” Brandgeruch verteilt und das ganze “Brot” danach gerochen. Als noch alles funktioniert hat war die Reinigung kein Problem mehr, seit dem das Brot zu hoch geht ist alles vollgeschmiert, der Deckel bis in die kleinsten Ritzen verklebt, die Heizstäbe und darunter überall Teig festgebrannt und nur sehr schwer zu entfernen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen doch wieder auf die herkömmliche Weise zu backen, etwas zeitaufwändiger, dafür klappt es in der Regel immer und schmeckt auch viel besser. Und die Reinigung ist dann dank Spülmaschine überhaupt kein Problem mehr.


Christine

Ich habe vor ca. 9 Jahren bei Lidl den Backautomat mit ´glutenfrei Backprogramm´gekauft und habe damit meistens Poensgen Brotmischungen gebacken, oder Rezepte aus Trudel´s Backbuch verwendet. Reinigung war einfach, mich hat nur das Loch vom Knethaken gestört, und habe ihn deshalb günstig abgegeben. Heute ist er noch bei einem Kunden von mir im Einsatz ::)))


Wir ihr seht gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Oft hört man aber bei uns in der Gruppe das das Backen im Backofen einfacher ist.

Wenn ihr noch Fragen habt, dann stellt diese am besten direkt in unserer Facebookgruppe “Zöliakie Austausch”

 

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4 Kommentare

  1. Hallo!
    Brotbackautomaten sind eine große Hilfe, wenn man gerne und oft Brot backt. Mit Vergleichsseiten kann man wirklich, was anfangen, wenn man nach einem geeigneten Gerät sucht. Hier findet man so eine Übersicht: http://www.welcher-brotbackautomat.com/ Für glutenfreies Brot empfehlt man die Moulinex OW3101 Brotbackmaschine. Hat jemand Erfahrung damit?

    LG Maria

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