Zoeliakie-Austausch-FAQ

← FAQ – Die oft gefragten Fragen in der Facebookgruppe Zöliakie Austausch und Antworten dazu

Glutenfrei Einkaufen

Das darf NICHT in der Zutatenliste stehen, auch nicht in Klammern hinter Aromen oder Gewürze.

  • Gluten
  • Weizen / Weizenstärke
  • Gerste / Gerstenmalz
  • Roggen
  • Hafer
  • Dinkel
  • Grünkern
  • Einkorn
  • Kamut
  • Bulgur
  • Emmer
  • Triticale
  • Weizeneiweiß
  • Weizenkleber
  • Seitan

So darf es unter der Zutatenliste stehen:

  • Kann Spuren von ….. enthalten; Enthält Spuren; Spuren: …. ; Enthält ….

In diesem Artikel wird noch einmal speziell darauf eingegangen und anhand von Beispielen erklärt auf was zu achten ist.

 

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Ja. Glutenhaltige Zutaten müssen auf Verpackungen deklariert werden, weswegen der Zusatz „enthält Weizen“ oder einfach nur „modifizierte Weizenstärke“ ebenfalls auf der Verpackung stehen müsste, sofern die im Produkt verarbeitete Stärke glutenhaltig ist. Dies gilt auch, wenn in der Zutatenliste nur “Stärke” steht. Sofern diese glutenhaltig ist, muss dies deklariert werden. Es gilt der Leitsatz: “wenn nichts glutenhaltiges drauf steht, dann ist nichts glutenhaltiges drin”.

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Keine Sorge. Sämtliche E-Nummern sind glutenfrei.

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Nichts geht über das selbstständige Lesen von Zutatenlisten auf den Produkten.

Dies gibt immer die zuverlässigste und aktuellste Auskunft darüber was im Produkt enthalten ist. Die Datenbank von solchen Apps bzw. Seiten werden manuell aktualisiert und sind daher sehr fehleranfällig.

Manche User berichten im Zöliakie Austausch von lustigen Geschichten mit diesen Apps, in dem z.B. Klopapier gescannt und als „glutenhaltig“ eingestuft wurde und von glutenfreien Produkten, die von der App oder der Website als glutenhaltig gedeutet wurden oder umgekehrt.

Wir raten daher dringend davon ab sich auf Apps zu verlassen, und empfehlen stattdessen die Liste der verbotenen Zutaten zu lernen um selbstständig in Erfahrung zu bringen ob Produkte glutenhaltig oder glutenfrei sind.

Hier seht ihr mal ein Beispiel (von denen es viele gibt)  bei dem das “gleiche” Produkt unterschiedliche Zutaten hat.

Gerade bei Discountern und Eigenmarken is es nicht unüblich mehrere Lieferanten pro Artikel zu haben. Die Verpackungen schauen dann fast gleich aus und der EAN Code ist auch gleich – aber die Zutaten sind unterschiedlich!

Das kann keine App und keine Webseite außeinanderhalten.

Hier auch ein Link zu einem Beitrag in unserer Facebookgruppe der das aufzeigt:

Chips – Gleiche Verpackung unterschiedliche Zutaten.https://www.facebook.com/groups/zoeliakie.austausch/permalink/2053664614685352/

Also bitte IMMER IMMER IMMER Zutatenliste lesen!

Hier noch ein Beispiel von Chips

Gleiche Verpackung – unterschiedliche Zutaten – einmal mit Weizen und einmal ohne.

Und hier noch ein Beispiel eines Fertiggerichtes (Erasco) gekauft im gleichen Markt im gleich Regal am gleichen Tag. Die Strichcodes sind identisch aber die Zutatenliste ist unterschiedlich. Das kann keine App als glutenfrei oder glutenhaltig richtig erkennen.

Erläuterung Zutatenliste
Erasco Zutatenliste

Link auf den Facebookbeitrag: https://www.facebook.com/zoeliakie.austausch/photos/a.536320429738175/2108708622499340/

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Der Gesetzgeber (in unserem Fall, die EU) definiert „glutenfrei“ als jene Produkte, die weniger als 20 parts per million (20 mg pro Kilo, das ist in etwa ein Krümel in einem Kilo Brot oder 0,02 Prozent) enthalten.

Der Satz „enthält <20 ppm Gluten“ ist also für sämtliche als „glutenfrei“ deklarierte Produkte wahr, wie auch jene Produkte die mit der DZG-Ähre ausgezeichnet sind. Somit gilt der Satz „enthält unter <20 ppm“ auch für Produkte, die 0 parts per million Gluten enthalten und keiner Kontamination ausgesetzt sind. Manche Produkte weisen auch eine geringere Grenze auf, und deklarieren < 10 ppm oder < 5 ppm. Alle diese Produkte sind als glutenfrei anzusehen und können bedenkenlos von Personen mit Zöliakie konsumiert werden.

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Sofern die Diagnoe Hepertiformis Duhring nicht vor liegt, eigentlich nicht. Viele Mitglieder im Zöliakie Austausch verzichten jedoch dennoch auf glutenhaltige Kosmetika, aus Angst dass diese versehentlich in den Darm gerät oder weil es „eine Kopfsache ist“. Gluten in Kosmetika ist wie folgt deklariert:

Weizen
– Triticum vulgare (wheat) gluten
– AMP-isostearoyl hydrolyzed wheat protein
– wheat/wheaten

– Hydrolyzed wheat gluten
– Triticum aestivum / Triticum durum

Gerste
– Hordeum vulgare / Hordeum districhon

Roggen
– barley
– Secale cereale
– rye

Dinkel
– Triticum spelta

Hafer
– Avena sativa / Avena strigosa
– oat / oats

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Destillate sind grundsätzlich glutenfrei. Dies gilt auch für Alkohol, der aus Weizen gewonnen wurde, wie z.B. Korn.

Wird dem Alkohol nach Destillierung eine glutenhaltige Zutat hinzugefügt, muss dies gekennzeichnet werden.

Beispiele für glutenhaltigen Alkohol sind: Malzbier und Bier. Normales Bier (auch Malzbier und alkoholfreies Bier) ist grundsätzlich glutenhaltig. Explizit als glutenfrei gekennzeichnete Biere können jedoch konsumiert werden (siehe unten).

Es gibt Blended-Whiskey die nach der Destillation mit Zusätzen versehen werden können. Deshalb könnte es sein das diese Gluten enthalten. Dann steht dies aber auf dem Etikett

Beispiele für glutenfreien Alkohol können sein: Wein, Sekt, Schnaps, Rum, Weinbrand, Gin, Tequila, Wodka, Korn, Liköre.

Beispiele für glutenfreie Biere sind: Spalter Buchweizen Bier, Celia Pilsener glutenfrei, Neumarkter Lammsbräu glutenfrei/alkoholfrei glutenfrei, Monozo, Greens, Residenz Bio-Reisbier, SchnitzerBräu, Die Weisse, Pionier Pils, etc.

Es gibt glutenfreie Biere die Gerstenmalz  in der Zutatenliste enthalten. Wenn aber das Glutenfrei Zeichen auf der Flasche ist, ist der Glutengehalt im Getränk unter 20 ppm und somit ist das Bier glutenfrei.

Ausführlichere Informationen findet Ihr auch auf Jürgen’s Blogbeitrag “Welchen Alkohol darf man mit Zöliakie trinken?”.

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Dextrine , egal aus was sie gemacht werden sind glutenfrei. Alle sogenannten Stärkehydrolysate und dazu gehören Dextrin, Maltodextrin oder auch Dextrose und daraus weiter abgeleitete Produkte wie Ascorbinsäure – sind auch dann wenn sie ursprünglich aus Weizenstärke hergestellt wurden, für uns glutenfrei. Das gilt auch für Glukosesirup/Glucose aus Weizen (Weizensirup).

Auf einigen Zutatenlisten sind trotzdem im Zuge der erweiterten Allergenkennzeichnung glutenhaltige Bestandteile genannt. In diesen Fällen wird das Ausgangsmaterial wie z. B. Weizen direkt hinter der Zutat aufgeführt. Die genannten Stärkezucker sind  aber trotzdem glutenfrei.

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Ja, Kikkoman Sojasosse ist – trotz der Angabe „Weizen“ auf der Zutatenliste – glutenfrei. Wie unabhängige, evaluierte Tests dem Hersteller bescheinigen, liegt der Glutengehalt von Kikkoman Sojasosse unter 10 parts per million (ppm). Eine Stellungnahme von Kikkoman ist hier in der FAQ zu finden.

FAQ Kikkomann Stand 01/2015
FAQ Kikkomann Stand 01/2015

Laut Kikkoman ist die Kennzeichnung von Kikkoman Sojasosse als glutenfreies Produkt (z.B. Auszeichnung mit der DZG-Ähre) derzeit nicht geplant, da es bereits andere Produkte vom selben Hersteller mit der Aufschrift „glutenfrei“ zu kaufen gibt.

Zum Vergleich: Tests der Tamarisosse von Kikkoman bescheinigen einen Glutenwert von unter 5 ppm. An dieser Stelle zur Erinnerung: Produkte mit einem Glutengehalt von 20 ppm und niedriger gelten gesetzlich als glutenfrei und können daher von Zöliaken bedenkenlos konsumiert werden, d.h. sowohl Sojasosse als auch Tamarisosse von Kikkoman sind für eine streng glutenfreie Ernährung bestens geeignet.

Selbstverständlich kann man auch die explizit als „glutenfrei“ ausgezeichneten Produkte von Kikkoman bedenkenlos konsumieren – oder die nach Zutatenliste glutenfreien Tamarisossen anderer Hersteller kaufen. Nach dem sich einige Mitglieder sehr über die Möglichkeit gefreut haben, Kikkoman Sojasosse zu essen und es immer wieder zu erneuten Nachfragen kommt, haben wir diesen Punkt in die FAQs aufgenommen.

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Nein, dies ist kein Fehler! Aber – ganz wichtig: Dies sind Ausnahmen!

Wenn man “Gerstenmalzextrakt” oder eine andere glutenhaltige Zutat auf einer Zutatenliste liest, sollte man immer erst einmal davon auszugehen, dass das Produkt glutenhaltig und somit nicht für eine streng glutenfreie Ernährung geeignet ist!

Wenn ihr allerdings  die durchgestrichene Ähre auf dem Produkt seht, ist das ein Zeichen für Euch das es dennoch glutenfrei ist und auch regelmäßig geprüft wird.


Bionade

Somit sind die Chips von FunnyFrisch, die Biere von Celia und Lammsbräu, Bionade und einige weitere Produkte – trotz Gerstenmalzextrakt – glutenfrei.

Bier

Der Glutengehalt dieser Produkte liegt unter 20 ppm, also unter der gesetzlichen Mindestgrenze. Sie sind somit glutenfrei.

01 FAQs

Und was ist mit der Lindt Schokolade? Auch diese ist glutenfrei, aber nur sofern auf der Zutatenliste außer Gerstenmalzextrakt keine zweite glutenhaltige Zutat (z.B. Weizenmehl) erscheint. Hier ein Beispiel für eine Schokolade von Lindt, die trotz Beigabe von Gerstenmalzextrak glutenfrei ist.

Lindt bestätigt dies auch auf deren Homepage in der FAQ Punkt 25

Lindt

Alle diese Angaben sind vom Hersteller bestätigt und werden kontrolliert.

Fazit: Der Glutengehalt der o.g. Produkte liegt also trotz Beigabe einer glutenhaltigen Zutat unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 ppm. Die Produkte sind somit glutenfrei und bedenkenlos von Zöliaken geniessbar. Manche Zöliaken meiden Produkte mit Gerstenmalzextrakt jedoch aus Prinzip oder weil sie diese trotzdem nicht vertragen.

Gerade beim Lammsbräu Pils gibt es viele Personen die darauf reagieren. Wenn man es nicht kennt ist es besser dies in kleinen Mengen zu testen.

Man muss dies am besten einfach mal probieren, denn viele von uns vertragen diese Produkte ganz hervorragend und sind froh darüber sie kaufen zu können. Das Nicht-Vertragen dieser Produkte kann auch andere Gründe haben, die nicht mit der Zöliakie in Zusammenhang stehen. Mit dem Bier von Lammsbräu haben z.B. auch Personen Schwierigkeiten, die gar keine Zöliakie haben. Dies liegt – vielleicht, vielleicht auch nicht – am (geheimen) Glutenextraktionsverfahren.

Und nicht vergessen: Dies sind Ausnahmen! Wenn ihr andere Produkte findet auf denen Gerstenmalz steht, sind diese als GLUTENHALTIG anzusehen

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Dieser FAQ Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Hafer und glutenfreiem Hafer und soll einige Fragen zu diesem Thema klären. Vielen Dank an unser Gruppenmitglied Senja Nink.
Ganz wichtig! Nur Glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Ganz wichtig ! Nur glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Warum das so ist, erkläre ich in den nächsten Punkten:

  1. Hafer ist an sich glutenfrei, da er kein Weizenverwandter ist,

    genetisch nicht mit ihm verwandt und auch mit keinem anderen glutenhaltigen Getreide. Alle glutenhaltigen Getreide gehen aus einem Urgetreide hervor und sind auch miteinander gekreuzt. Nun kommt das ABER: Normaler Hafer ist aus folgenden Gründen NICHT für die glutenfreie Ernährung geeignet, denn:

    a.) Normaler Hafer wird auf Feldern angebaut, auf denen vorher Weizen oder andere glutenhaltige Getreide wuchsen.
    b.) Beim Hafer ernten wird derselbe Mähdrescher verwendet, mit dem vorher Weizen, Roggen und Gerste geerntet wurde. Er ist daher kontaminiert und wird nicht gereinigt; es bleiben immer Körner von der vorigen Ernte enthalten und kontaminieren dann den Hafer.
    c.) Beim Transport werden dieselben Lastwagen, Säcke und Co. benutzt; auch diese werden vorher nicht gereinigt und auch diese sind nie rückstandsfrei.
    d.) Auch die Verarbeitung zu Mehl oder Haferflocken birgt ihre Tücken, denn es werden dieselben Maschinen benutzt. Da diese nie gereinigt werden und auch nie so gereinigt werden könnten, wird auch hier wieder Gluten in den Hafer eingebracht.
    e.) Durch diese ganzen Verunreinigungen ist aus dem an sich glutenfreien Hafer ein so verunreinigter Hafer geworden, dass er viel zu viel Gluten für einen Menschen mit Zöliakie enthält. Daher ist nur glutenfreier Hafer für glutenfreie Ernährung geeignet.

  2. WAS ist an Glutenfreien Hafer anders?

    Glutenfreier Hafer muss gewisse Bedingungen erfüllen um sich “Glutenfrei” nennen zu dürfen:

    a.) Auf dem Feld, auf dem der glutenfreie Hafer wächst, darf für ~2 Jahre kein glutenhaltiges Getreide gewachsen sein.
    b.) Im direkten Umfeld dürfen keine glutenhaltigen Felder sein
    c.) Die Ernte und Lagerung muss mit Mähdreschern durchgeführt werden, die nur für glutenfreie Getreide genutzt werden.
    d.) Momentan gibt es in Deutschland z.B. von der Firma Bauckhof, ALNAVIT oder Schär glutenfreie Haferprodukte.

  3. Warum soll man am Anfang der Zöliakie-Diagnose keinen glutenfreien Hafer essen und ihn später erst langsam in den Speiseplan integrieren?

    Dafür gibt es folgende Gründe:
    a.) Am Anfang nach der Diagnose hat man einen entzündeten Dünndarm; egal wie stark er entzündet ist, ist eine ballaststoffarme Diät empfehlenswert. Hafer ist allerdings sehr ballaststoffreich und kann daher den Darm weiter reizen. Es kann durch die ballaststoffreiche kost zu „Verdauungsbeschwerden kommen, die an Zöliakiesymptome erinnern“. Daher sollte am Anfang, bis der Darm sich regeneriert hat, der Hafer gemieden werden.
    b.) Wer sich lange glutenfrei ernährt, lebt aufgrund vieler Produkte (vor allem durch die fertigen Brote und Mehle) ziemlich ballaststoffarm. Daher muss man langsam den Ballaststoffgehalt des Essens anheben, damit es nicht zu Verdauungsbeschwerden kommt. Dies bezieht sich vor allem auf Ballaststoffe, die in Getreiden vorkommen, wie Vollkornreis und Hafer. Bei manchen Menschen mit sensiblem Darm lösen zu viele Ballaststoffe „Zöliakie-artige Beschwerden“ aus, daher sollte man langsam austesten ob man es verträgt oder nicht.
    Glutenfreier Hafer ist von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (und allen Europäischen Zöliakiegesellschaften) getestet und für Zöliakiepatienten zugelassen! ER ist Sicher!
    Nicht jeder verträgt glutenfreien Hafer; wenn ihr ihn nicht vertagt solltet ihr ihn auch NICHT essen.

Dies soll kein Aufruf sein, Hafer zu essen. Integriert ihn in euren Speiseplan, wenn ihr das wünscht, aber wenn ihr glutenfreien Hafer esst, dann erst nachdem euer Darm wieder gesund ist.

Von der DZG gibt es auch eine schriftliche Stellungnahme (pdf).

 

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Linsen, Buchweizen und andere Getreide wachsen auf Feldern, auf denen auch glutenhaltiges Getreide gezogen wird. Daher ist hier das Risiko besonders gross, dass diese Körner kontaminiert sind. Dies ist z.B. auch ein Grund, weswegen wir nur glutenfreien Hafer konsumieren können.

Mehle aus eigentlich glutenfreien Körnern, wie z.B. Mais, können in Mühlen gemahlen werden, in denen auch glutenhaltige Körner zu Mehl verarbeitet werden. Die Gefahr, dass diese Körner und Mehle kontaminiert sind, ist sehr hoch. Daher empfehlen wir Körner und Mehle nach diesen beiden Kriterien zu kaufen bzw. zu behandeln:

1. Wenn die glutenfrei-Ähre auf dem Produkt steht oder das Produkt die Aufschrift „glutenfrei“ trägt, kann man dieses ohne Bedenken erwerben und konsumieren. Es ist auch möglich diese Produkte in der DZG-Lebensmittelaufstellung nachzuschlagen und dort gelistete Produkte einzukaufen (auch wenn diese keine Ähre oder die Aufschrift „glutenfrei“ tragen). Diese Produkte braucht man nicht zu sortieren, laut Aussage der DZG, weil diese Produkte regelmässigen Kontrollen unterliegen.

2. Linsen, Buchweizen, etc. kann man gut selbst sortieren. Hierzu breitet man eine kleine Menge Körner auf einer glatten Oberfläche aus und sortiert alles aus, was keine Linse, kein Buchweizenkorn, etc. ist. Manche nutzen hierfür einen kleinen Trick und nehmen die Hilfe einer UV-Lampe in Anspruch, unter der man die Weizenkörner (und andere glutenhaltige Körner) besser erkennen kann, weil sie sich farblich mehr absetzen als unter normalem Tages- oder Lampenlicht. Die Körner dann in einem Sieb waschen und weiter verarbeiten.

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In manchen Zutatenlisten sieht man den Begriff “Haferfaser” oder “Haferstroh”. Manchmal sieht man auch “Weizenfaser”. Dies sind Fasern aus dem Stengel bzw. der ganze Stengel vom Getreide.

Es ist Quasi der “Rest” der Pflanze ohne das Korn

Diese Zutaten sind glutenfrei, da sich Gluten nur im Keim vom Getreide befindet.

Haferfaser ist auch ein Ballaststoff, der in einer sehr stärkelastigen glutenfreien Ernährung unter Umständen sogar noch gut tut.

 

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Bei der Deklaration von Medikamenten gelten derzeit nicht die gleichen Vorschriften wie bei Lebensmitteln.

Laut der Information der DZG (05.08.2013 PDF) bzw. auch der Info im DZG-Heft „Medikamentenaufstellung“ gibt es eine Richtlinie, welche
besagt, dass zwar Weizenstärke als Inhaltsstoff aufgeführt werden muss, dass dies jedoch nicht für Gluten als Zusatz von Aromen gilt.

Was ist nun also zu tun ?

Grundsätzlich ist für uns nur der Inhalt von Medikamenten wichtig, welche Oral eingenommen werden. Die DZG empfiehlt, generell Medikamente mit der Aufstellung glutenfreier Arzneimittel auszuwählen.

Das ist natürlich bei dringenden Medikamenten nicht immer möglich.

Aus diesem Grund gibt man folgende Empfehlung:

Lebenswichtige Medikamente, welche der Arzt verschreibt, einnehmen.

Die Lebensrettende Maßnahme steht hierbei im Vordergrund.

Bei allen regelmäßig eingenommen Medikamenten (wie beispielsweise Schilddrüsenmedikamente, Pille, Blutdrucktabletten oder Ähnliches) ist die Glutenfreiheit vorher mit der Aufstellung der Medikamente von der DZG abgleichen, so dass der Arzt ein glutenfreies Präparat verschreiben kann.

Bei akuten Erkrankungen hingegen, wird ein Medikament in der Regel nur einmalig oder über einen kurzen Zeitraum eingenommen. Selbst wenn nicht-deklariertes Gluten enthalten wäre (über 20 ppm), sollte damit auch kein gravierender Diätfehler entstehen.

Bis dato konnte uns noch niemand ein Medikament nennen, welches tatsächlich nicht-deklariertes Gluten enthält UND dessen Glutengehalt größer 20 ppm ist.

Somit prüft eure Medikamente die ihr zu Hause habt, so dass zumindest die Hausapotheke für euch und eure Kinder sicher ist.

Vielen Dank an die DZG für die Informationen für die schnelle Rückmeldung

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In manchen Pflegemittlen oder Medikamenten findet man die Zutat “Weizenkeimöl”. Da das Öl aus dem Weizenkeim gewonnen wird und nicht aus dem Mehlkörper ist das gepresste Weizenkeimöl glutenfrei.

Außerdem können Öle oder Fette kein Eiweiß enthalten.

Leider findet man im Internet viele Falschinfos diesbezüglich.

Morbus Duhring Patienten können das Weizenkeimöl übrigens auch auf der Haut nutzen. Auch bei Duhring Patienten reagiert der Darm aber es gibt als Symptom Verknöterungen/Pickel auf der Haut.

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14 Kommentare

  1. Eine Anmerkung zu der Frage, ob man auf Gluten in Kosmetika achten muß: die DZG empfiehlt in einer Pressemitteilung vom 05.08.2013 https://www.dzg-online.de/files/130805-pm-gluten_in_medikamenten_und_kosmetik_fe.pdf, bei Kosmetik- und Hygieneartikeln im Mund- und Gesichtsbereich ausschließlich glutenfreie Kosmetik zu verwenden, ebenso bei der gesamten Körperpflege für Kinder. Siehe auch unser Blogbeitrag http://blog.mysalifree.com/2015/01/wann-mu-ich-auf-glutenfreie-kosmetik.html
    Ansonsten hilfreicher FAQ-Bereich 🙂

    • Hallo Hanns , Eisenmangel ist ein Symptom das bei vielen Personen mit unerkannter Zöliakie Auftritt. Viele müssen auch nach der Umstellung auf gf noch Eisen zusätzlich vom Arzt bekommen

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