„Glutenunverträglichkeit“ oder „Glutenintoleranz“ ist ein unspezifizierter Überbegriff über verschiedene Krankheiten.

Letztlich werden alle diese Begriffe gleichsam als Überbegriffe für JEDWEDE Erkrankung benutzt, die auf irgendeine Weise mit Gluten in Verbindung gebracht wird.

Also 

1. Überbegriff Glutenintoleranz / Glutenunverträglichkeit

   Unterbegriffe:

 -1.1 Zöliakie = Sprue = glutensensitive Enteropathie
 -1.2 Weizensensitivität = Glutensensitivität = Nicht-Zöliakie-Nicht weizenallergie – Glutensensitivität
 -1.3 Weizenallergie

Zöliakie/ Sprue / Glutensensitive Enteropathie

Bei Zöliakie/Sprue oder auch glutensensitive Enteropathie werden die Zotten im Dünndarm zerstört wenn man Gluten zu sich nimmt. Da es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, ist die einzige Therapie eine lebenslange glutenfreie Diät.

Eine Zöliakie kann eindeutig nur mittels eines Bluttests auf die zöliakiespezifischen Antikörper und einer Dünndarmbiopsie diagnostiziert werden. Details unter S2K Leitlinie Zöliakie 2014

Glutensensitivität

Eine Glutensensitivität / Weizensensitivität ist eine Ausschlussdiagnose.

Das heisst, wenn aufgrund der Blutuntersuchung und der Biopsie eine Zöliakie, Glutenintoleranz bzw. Glutenunverträglichkeit sicher ausgeschlossen ist und trotzdem eine Besserung unter glutenfreier Diät auftritt, kann eine Glutensensitivität vorliegen. Diese Glutenbelastung bzw. das Weglassen ist aber nur unter ärztlicher Aufsicht und Begleitung durchzuführen.

Eine Glutensensitivität kann sich nach glutenfreier Ernährung auch wieder zurückbilden.

Weizenallergie

Eine Weizen-Allergie kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Wenn man z.B. eine Weizenpollen-Allergie hat verursachen die Getreidepollen zur Blütezeit des Weizens Atemwegsbeschwerden. Die Anzeichen reichen aber von klassischen Symptomen einer Allergie wie juckenden Quaddeln (Urtikaria) und Schwellungen der Schleimhäute (Angioödeme) bis hin zur Anaphylaxie oder unspezifischen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Es gibt sowohl Sofortreaktionen als auch Spätreaktionen. Quelle: http://www.drschaer-institute.com/de/weizenallergie/symptome-1045.html

Der Nachweis einer Weizen-Allergie wird vom Allergologen mittels verschiedener Haut- / und Blutuntersuchungen (Prick, IgE) durchgeführt. Zusätzlich findet dann auch eine Nahrungsumstellung statt. 

Die Erkrankungen im Einzelnen sind hier bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft sehr gut erklärt:

https://www.dzg-online.de/krankheitsbild.312.0.html

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Category: Zöliakie: medizinische Fragen
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