Hier findet ihr die meistgefragten und beantworteten Fragen und die Antworten aus unserer Facebookgruppe Zöliakie Austausch.
Solltet ihr vor der Diagnose stehen oder am Anfang eures glutenfreien Lebens, dann helfen euch die Antworten ein sicheres und doch variationsreiches und genussreiches Leben zu führen.
Zu jeder Frage gibt es eine kurze Antwort, die ihr direkt unter der Frage seht.
Wollt ihr die komplette Antwort sehen, klickt bitte direkt auf die Frage.
Viel Spaß beim Lesen unserer großen Zöliakie FAQ.
Noch mehr Antworten auf viele Fragen zum glutenfreien Leben findet ihr in der größten deutschsprachigen Zöliakie Community – der Facebookgruppe Zöliakie Austausch.
Glutenfrei Einkaufen (7)
Sämtliche E-Nummern auf Lebensmitteln sind glutenfrei.
Keine Sorge. Sämtliche E-Nummern auf Lebensmitteln sind glutenfrei!
Das „E“ in Verbindung mit einer Nummer ist nur eine andere Bezeichnung für einen bestimmten Stoff, die ihn unverwechselbar macht und im gesamten gemeinsamen europäischen Markt (EU) gilt.
In dieser Liste findet ihr die Erläuterungen der E-Nummern:
„Glutenfrei“ und „von Natur aus glutenfrei“ bedeuten für Verbraucher grundsätzlich dasselbe: Das Produkt erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel und enthält höchstens 20 ppm Gluten.
Immer wieder entdecken unsere Mitglieder Produkte, auf denen „von Natur aus glutenfrei“ steht. Das sorgt häufig für Verwirrung, da auf anderen Produkten einfach nur „glutenfrei“ angegeben ist.
Gibt es einen Unterschied?
Nein. Beide Angaben bedeuten, dass das Produkt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel erfüllt.
Der Begriff „glutenfrei“ ist gesetzlich definiert. Nach den geltenden Vorschriften dürfen nur Produkte als glutenfrei bezeichnet werden, deren Glutengehalt weniger als 20 ppm (Parts per Million / Teile pro Million) beträgt.
Was bedeutet 20 ppm?
20 ppm bedeutet, dass in einem Kilogramm Lebensmittel höchstens 20 Milligramm Gluten enthalten sein dürfen.
Beispiel:
- 20 mg Gluten pro 1.000.000 mg Lebensmittel (= 1 kg)
- Das entspricht einem Anteil von nur 0,002 %
Die erlaubte Menge ist also sehr gering.
Warum steht manchmal „von Natur aus glutenfrei“ auf der Verpackung?
Viele Lebensmittel wie Reis, Hirse oder Mais enthalten von Natur aus kein Gluten. Da Hersteller nicht mit Selbstverständlichkeiten werben dürfen, findet man bei solchen Produkten häufig die Formulierung „von Natur aus glutenfrei“.
Damit wird darauf hingewiesen, dass die verwendeten Zutaten bereits natürlicherweise kein Gluten enthalten.
Fazit
„Glutenfrei“ und „von Natur aus glutenfrei“ bedeuten für Verbraucher grundsätzlich dasselbe: Das Produkt erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel und enthält höchstens 20 ppm Gluten.
Der Zusatz „von Natur aus“ weist lediglich darauf hin, dass die verwendeten Zutaten bereits natürlicherweise glutenfrei sind.
Quellen:
- https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kennzeichnung/allergene/allergene_lebensmittel/gluten.htm
- https://www.lebensmittelklarheit.de/fragen-antworten/bedeutet-von-natur-aus-glutenfrei-dasselbe-wie-glutenfrei
- https://www.gesetze-im-internet.de/lmbvv/BJNR0730B0023.html
- PDF Download : https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32009R0041
Schreibe einen Kommentar
Es gibt Produkte mit an sich glutenfreie Zutaten, bei denen während der Aufzucht und Verarbeitung eine erhöhte Kontaminationsgefahr mit glutenhaltigen Produkten aufweisen.
Grundsätzlich sollte in Mühlen oder Pressen verarbeitetes glutenfreies Getreide (z.B. Mais, Reis, Hirse) oder Pseudogetreide nur explizit als „glutenfrei“ gekauft werden.
Wenn dies als Zutat in einem Produkt enthalten ist, achten wir darauf, ob es sich um eine Hauptzutat handelt. In der Zutatenliste erkennt ihr eine Hauptzutat, wenn diese ganz vorne in der Zutatenliste steht.
Glutenfreies Getreide
Zu den glutenfreien Getreiden zählen
- Reis
- Mais
- Hirse
- Teff
Glutenfreies Pseudogetreide
Zu den glutenfreien Pseudogetreiden zählen
- Buchweizen
- Quinoa
- Amaranth
Verarbeitetes glutenfreies Getreide – Beispiel : Pufuleti
Bei diesem Produkt ist verarbeiteter Mais mit 82% eine Hauptzutat und es ist keine „glutenfrei“ Kennzeichnung am Produkt.
Somit ist das Produkt nicht für Zöliakiebetroffene geeignet.
Hülsenfrüchte
Hülsenfrüchte und Getreide können auf den selben Feldern im Mischfruchtanbau angebaut werden.
Auch ein gleichzeitiger Anbau ist möglich. Das hat den Vorteil, dass die Hülsenfrüchte durch die Getreidepflanzen eine erhöhte Standfestigkeit haben. Somit besteht aber auch ein Risiko, dass Hülsenfrüchte mit glutenhaltigen Getreidesorten kombiniert angebaut und geerntet werden und damit für Zöliakiebetroffene kontaminiert werden.
Dieser Mischfruchtanbau wird auch bei Lupinen genutzt.
Auch beim Transport, der Lagerung und Verpackung können Verunreinigungen und Vermischungen mit glutenhaltigen Stoffen erfolgen
Zu den Hülsenfrüchten zählen (in Klammer die Hauptanbaugebiete, Stand 2024)
- Bohnen
- Ackerbohnen (Mittlerer Osten, Mittelmeerraum, China)
- Adzukibohnen (Ostasien, besonders Japan und China)
- Kidneybohnen (Nord- und Südamerika, Afrika, Asien)
- Limabohnen (Südamerika, Nordamerika, Afrika)
- Pintobohnen (Nordamerika, Mexiko)
- Sojabohnen (China, USA, Brasilien, Argentinien, Indien)
- Weiße Bohnen (Nordamerika, Europa)
- Erbsen
- Grüne Erbsen (Nordamerika, Europa, China, Indien)
- Kichererbsen (Indien, Pakistan, Türkei, Australien, Kanada)
- Taubenerbsen (Straucherbsen): Indien, Afrika (Malawi, Tansania, Kenia, Uganda)
- Linsen
- Rote Linsen: (Kanada, Indien, Türkei, Australien)
- Grüne Linsen: (Kanada, USA, Türkei)
- Andere Hülsenfrüchte
- Lupinen (Australien, Europa (Deutschland, Polen))
- Mungbohnen (Indien, China, Myanmar)
- Puffbohnen „Dicke Bohnen“ (Mittelmeerraum, China, Äthiopien)
Wenn ihr diese unverarbeitet einkauft, solltet ihr diese zur Sicherheit auf Fremdstoffe überprüfen.
Dies geht einfach bei
- Linsen
- Lupinen
Werden nun solche kontaminierten Hülsenfrüchte allerdings verarbeitet und als Fertigprodukt verkauft (zum Beispiel beim Linseneintopf) sind Fremdstoffe nicht mehr den Augen erkennbar.
Deshalb raten wir hier nur auf glutenfrei gekennzeichnete Produkte zu vertrauen.
Update 16.10.2025 – Bemerkung zu Erdnüssen
-
- Auch wenn Erdnüsse (angebaut in China, Indien, Nigeria, USA, Sudan) botanisch als Hülsenfrucht gelten, kennen wir dort keine Kontaminationsgefahren bei der Aufzucht und der Verarbeitung.
Quelle ( Abruf 01.02.2025)
[1] https://www.webmd.com/food-recipes/health-benefits-legumes
[2] https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Huelsenfruechte-im-Ueberblick,huelsenfruechte104.html
[3] https://www.onlyfoods.net/legumes
[4] https://plants.usda.gov/DocumentLibrary/plantguide/pdf/pg_lecu2.pdf
[5] https://eos.com/blog/growing-chickpeas/
[6] https://www.fondation-louisbonduelle.org/en/my-vegetable-garden/vegetable-garden-growing-white-beans/
[7] https://plants.usda.gov/DocumentLibrary/factsheet/pdf/fs_pisa6.pdf
[8] https://www.ers.usda.gov/topics/crops/soybeans-and-oil-crops/oil-crops-sector-at-a-glance
[9] https://veggiedesserts.com/legumes-list-guide/
[10] https://www.plantura.garden/gemuese/huelsenfruechte/huelsenfruechte-pflanzenportrait
[11] https://en.wikipedia.org/wiki/Pod_vegetable
[12] https://nutritionrefined.com/legumes-list/
[13] https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungskreis/huelsenfruechte-und-nuesse/
[14] https://www.fs.usda.gov/wildflowers/ethnobotany/food/legumes.shtml
[15] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_legume_dishes
[16] https://slowpedia.slowfood.de/huelsenfruechte/
[17] https://www.glnc.org.au/resource/types-of-legumes/
[18] https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Edible_legumes
[19] https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/gesunde-huelsenfruechte-als-eiweissreiche-fleischalternative/
[20] https://legumepulses.com/legumes/
[21] https://www.kochenohne.de/huelsenfruechte-liste/
[22] https://www.jcsqualityfoods.com.au/news/legume-foods-and-relatives/
[23] https://www.ottonova.de/gesund-leben/ernaehrung/huelsenfruechte
[24] https://www.kew.org/read-and-watch/legume-checklist
[25] https://www.rewe.de/lexikon/huelsenfruechte/
[26] https://en.wikipedia.org/wiki/Lentil
[27] https://aes.colostate.edu/swrcr/wp-content/uploads/sites/92/2019/03/MSU-Extension-Chickpea-Production.pdf
[28] http://www.heirloom-organics.com/guide/va/1/guidetogrowingwhitebeans.html
[29] https://agroatlas.ru/en/content/cultural/Pisum_sativum_K/index.html
[30] https://www.nsdcindia.org/scmp/assets/image/1913597640-20_SoybeanProductionTechnology_preview.pdf
[31] https://en.jacobsshop.de/de-eu/a/blog/wo-wachsen-erdnuesse
[32] https://www.agriturismolegirandole.com/en/blog/agricultural-product/farming-broad-beans-soil/
[33] https://shahnn.com/everything-you-need-to-know-about-pigeon-pea-farming/
[34] https://grdc.com.au/__data/assets/pdf_file/0022/366160/GrowNote-Lentil-West-1-Introduction.pdf
[35] https://www.usapulses.org/technical-manual/chapter-3-production/chickpeas
[36] https://www.researchgate.net/figure/Main-production-zones-for-red-and-white-beans_fig4_228782596
[37] https://www.apnikheti.com/en/pn/agriculture/horticulture/vegetable-crops/peas
[38] https://pca.com.au/pca-profile/how-peanuts-are-grown/
[39] https://www.rhs.org.uk/vegetables/broad-beans/grow-your-own
[40] https://www.cbi.eu/market-information/grains-pulses-oilseeds/pigeon-peas/market-potential
Schreibe einen Kommentar
Ja, auch diese Zutaten sind glutenfrei.
Glutenhaltige Zutaten bzw. deren Basisprodukte müssen seit 2005 europaweit in der Zutatenliste auf Verpackungen ausgewiesen werden.
Nur wenn bei der Stärke dabei steht „(Weizen)“ oder „modifizierte Weizenstärke“ ebenfalls auf der Verpackung steht, ist die im Produkt verarbeitete Stärke glutenhaltig.
Steht nur Stärke oder modifizierte Stärke in der Zutatenliste, ist diese IMMER glutenfrei und aus Mais oder Kartoffel hergestellt.
Gesetzliche Grundlage
Lebensmittel-Informations-Verordnung EU Nr. 1169/2011
https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittel-kennzeichnung/pflichtangaben/allergenkennzeichnung.html
Schreibe einen Kommentar
Kurz gesagt: Löscht die App!
Nichts geht über das selbstständige Lesen von Zutatenlisten auf den Produkten.
Dies gibt immer die zuverlässigste und aktuellste Auskunft darüber, was im Produkt enthalten ist. Die Datenbank von Check Apps bzw. Seiten werden manuell aktualisiert und sind daher sehr fehleranfällig.
Manche User berichten im Zöliakie Austausch von lustigen/traurigen Geschichten mit diesen Apps, in dem z.B. Klopapier gescannt und als „glutenhaltig“ eingestuft wurde und von glutenfreien Produkten, die von der App oder der Website als glutenhaltig gedeutet wurden oder umgekehrt.
Wir raten daher dringend davon ab, sich auf Apps zu verlassen und empfehlen stattdessen die Liste der verbotenen Zutaten zu lernen, um selbstständig in Erfahrung zu bringen, ob Produkte glutenhaltig oder glutenfrei sind.
Hier seht ihr mal ein Beispiel (von denen es viele gibt) bei dem das „gleiche“ Produkt unterschiedliche Zutaten hat.
Gerade bei Discountern und Eigenmarken kommet es häufig vor mehrere Lieferanten pro Artikel zu haben. Die Verpackungen schauen dann fast gleich aus und der EAN Code ist auch gleich – aber die Zutaten sind unterschiedlich!
Das kann keine App und keine Webseite auseinanderhalten.
Hier auch ein Link zu einem Beitrag in unserer Facebookgruppe der das aufzeigt:
Also bitte IMMER IMMER IMMER Zutatenliste lesen!
Hier noch ein Beispiel von Chips
Gleiche Verpackung – unterschiedliche Zutaten – einmal mit Weizen und einmal ohne.
Gleiche Verpackung unterschiedliche Zutaten. https://www.facebook.com/groups/zoeliakie.austausch/permalink/2053664614685352/
Und hier noch ein Beispiel eines Fertiggerichtes (Erasco) gekauft im gleichen Markt, im gleichen Regal, am gleichen Tag. Die Strichcodes sind identisch, aber die Zutatenliste ist unterschiedlich. Das kann keine App als glutenfrei oder glutenhaltig richtig erkennen.
Und hier noch ein Fehler. An sich ist das Produkt glutenfrei , die App zeigt aber glutenhaltig an. Laut eigener Aussage hat die App Zugriff auf die größte zentrale Lebensmittel Datenbank in Europa. Das Problem ist, das kein Hersteller verpflichtet ist, die Daten über Zutaten an jemanden anderen zu liefern.
Hersteller sind aber NUR verpflichtet die Zutaten AUF dem Produkt aktuell zu halten.
Schreibe einen Kommentar
Das darf NICHT in der Zutatenliste stehen, auch nicht in Klammern hinter Aromen oder Gewürze.
- Gluten
- Weizen / Weizenstärke
- Gerste / Gerstenmalz
- Roggen
- Hafer
- Dinkel
- Grünkern
- Einkorn
- Kamut
- Bulgur
- Emmer
- Triticale
- Weizeneiweiß
- Weizenkleber
- Seitan
Hinter der Zutatenliste steht oft ein „Spurensatz“ der folgendermaßen lauten kann:
- Kann Spuren von (Weizen, Gluten) enthalten;
- Enthält Spuren von ….
- Spuren: ….
- Enthält ….
- Ist in einem Unternehmen hergestellt, das auch glutenhaltige Produkte herstellt.
Ob diese Bemerkungen erwähnt sind oder nicht, sagt nichts über den tatsächlichen Inhalt aus.
In diesem Artikel wird noch einmal speziell darauf eingegangen und anhand von Beispielen erklärt, auf was ihr achten müsst.
Ihr findet dort auch die zu beachtenden Zutaten in Fremdsprachen.
Schreibe einen Kommentar
Ihr müsst die 15 bösen Zutaten beachten
Das darf NICHT in der Zutatenliste stehen, auch nicht in Klammern hinter Aromen oder Gewürze.
- Gluten
- Weizen / Weizenstärke
- Gerste / Gerstenmalz
- Roggen
- Hafer
- Dinkel
- Grünkern
- Einkorn
- Kamut
- Bulgur
- Emmer
- Triticale
- Weizeneiweiß
- Weizenkleber
- Seitan
So darf es unter der Zutatenliste stehen:
- Kann Spuren von ….. enthalten; Enthält Spuren; Spuren: …. ; Enthält ….
In diesem Artikel wird noch einmal speziell darauf eingegangen und anhand von Beispielen erklärt auf was zu achten ist.
Schreibe einen Kommentar
Glutenfreies Leben (2)
„Glutenfrei“ und „von Natur aus glutenfrei“ bedeuten für Verbraucher grundsätzlich dasselbe: Das Produkt erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel und enthält höchstens 20 ppm Gluten.
Immer wieder entdecken unsere Mitglieder Produkte, auf denen „von Natur aus glutenfrei“ steht. Das sorgt häufig für Verwirrung, da auf anderen Produkten einfach nur „glutenfrei“ angegeben ist.
Gibt es einen Unterschied?
Nein. Beide Angaben bedeuten, dass das Produkt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel erfüllt.
Der Begriff „glutenfrei“ ist gesetzlich definiert. Nach den geltenden Vorschriften dürfen nur Produkte als glutenfrei bezeichnet werden, deren Glutengehalt weniger als 20 ppm (Parts per Million / Teile pro Million) beträgt.
Was bedeutet 20 ppm?
20 ppm bedeutet, dass in einem Kilogramm Lebensmittel höchstens 20 Milligramm Gluten enthalten sein dürfen.
Beispiel:
- 20 mg Gluten pro 1.000.000 mg Lebensmittel (= 1 kg)
- Das entspricht einem Anteil von nur 0,002 %
Die erlaubte Menge ist also sehr gering.
Warum steht manchmal „von Natur aus glutenfrei“ auf der Verpackung?
Viele Lebensmittel wie Reis, Hirse oder Mais enthalten von Natur aus kein Gluten. Da Hersteller nicht mit Selbstverständlichkeiten werben dürfen, findet man bei solchen Produkten häufig die Formulierung „von Natur aus glutenfrei“.
Damit wird darauf hingewiesen, dass die verwendeten Zutaten bereits natürlicherweise kein Gluten enthalten.
Fazit
„Glutenfrei“ und „von Natur aus glutenfrei“ bedeuten für Verbraucher grundsätzlich dasselbe: Das Produkt erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für glutenfreie Lebensmittel und enthält höchstens 20 ppm Gluten.
Der Zusatz „von Natur aus“ weist lediglich darauf hin, dass die verwendeten Zutaten bereits natürlicherweise glutenfrei sind.
Quellen:
- https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kennzeichnung/allergene/allergene_lebensmittel/gluten.htm
- https://www.lebensmittelklarheit.de/fragen-antworten/bedeutet-von-natur-aus-glutenfrei-dasselbe-wie-glutenfrei
- https://www.gesetze-im-internet.de/lmbvv/BJNR0730B0023.html
- PDF Download : https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32009R0041
Schreibe einen Kommentar
Kurz gesagt: Löscht die App!
Nichts geht über das selbstständige Lesen von Zutatenlisten auf den Produkten.
Dies gibt immer die zuverlässigste und aktuellste Auskunft darüber, was im Produkt enthalten ist. Die Datenbank von Check Apps bzw. Seiten werden manuell aktualisiert und sind daher sehr fehleranfällig.
Manche User berichten im Zöliakie Austausch von lustigen/traurigen Geschichten mit diesen Apps, in dem z.B. Klopapier gescannt und als „glutenhaltig“ eingestuft wurde und von glutenfreien Produkten, die von der App oder der Website als glutenhaltig gedeutet wurden oder umgekehrt.
Wir raten daher dringend davon ab, sich auf Apps zu verlassen und empfehlen stattdessen die Liste der verbotenen Zutaten zu lernen, um selbstständig in Erfahrung zu bringen, ob Produkte glutenhaltig oder glutenfrei sind.
Hier seht ihr mal ein Beispiel (von denen es viele gibt) bei dem das „gleiche“ Produkt unterschiedliche Zutaten hat.
Gerade bei Discountern und Eigenmarken kommet es häufig vor mehrere Lieferanten pro Artikel zu haben. Die Verpackungen schauen dann fast gleich aus und der EAN Code ist auch gleich – aber die Zutaten sind unterschiedlich!
Das kann keine App und keine Webseite auseinanderhalten.
Hier auch ein Link zu einem Beitrag in unserer Facebookgruppe der das aufzeigt:
Also bitte IMMER IMMER IMMER Zutatenliste lesen!
Hier noch ein Beispiel von Chips
Gleiche Verpackung – unterschiedliche Zutaten – einmal mit Weizen und einmal ohne.
Gleiche Verpackung unterschiedliche Zutaten. https://www.facebook.com/groups/zoeliakie.austausch/permalink/2053664614685352/
Und hier noch ein Beispiel eines Fertiggerichtes (Erasco) gekauft im gleichen Markt, im gleichen Regal, am gleichen Tag. Die Strichcodes sind identisch, aber die Zutatenliste ist unterschiedlich. Das kann keine App als glutenfrei oder glutenhaltig richtig erkennen.
Und hier noch ein Fehler. An sich ist das Produkt glutenfrei , die App zeigt aber glutenhaltig an. Laut eigener Aussage hat die App Zugriff auf die größte zentrale Lebensmittel Datenbank in Europa. Das Problem ist, das kein Hersteller verpflichtet ist, die Daten über Zutaten an jemanden anderen zu liefern.
Hersteller sind aber NUR verpflichtet die Zutaten AUF dem Produkt aktuell zu halten.






Schreibe einen Kommentar