Zoeliakie-Austausch-FAQ

Glutenfrei Einkaufen (15)

Das darf NICHT in der Zutatenliste stehen, auch nicht in Klammern hinter Aromen oder Gewürze.

  • Gluten
  • Weizen / Weizenstärke
  • Gerste / Gerstenmalz
  • Roggen
  • Hafer
  • Dinkel
  • Grünkern
  • Einkorn
  • Kamut
  • Bulgur
  • Emmer
  • Triticale
  • Weizeneiweiß
  • Weizenkleber
  • Seitan

So darf es unter der Zutatenliste stehen:

  • Kann Spuren von ….. enthalten; Enthält Spuren; Spuren: …. ; Enthält ….

In diesem Artikel wird noch einmal speziell darauf eingegangen und anhand von Beispielen erklärt auf was zu achten ist.

 

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Ja. Glutenhaltige Zutaten müssen auf Verpackungen deklariert werden, weswegen der Zusatz „enthält Weizen“ oder einfach nur „modifizierte Weizenstärke“ ebenfalls auf der Verpackung stehen müsste, sofern die im Produkt verarbeitete Stärke glutenhaltig ist. Dies gilt auch, wenn in der Zutatenliste nur “Stärke” steht. Sofern diese glutenhaltig ist, muss dies deklariert werden. Es gilt der Leitsatz: “wenn nichts glutenhaltiges drauf steht, dann ist nichts glutenhaltiges drin”.

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Keine Sorge. Sämtliche E-Nummern sind glutenfrei.

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Nichts geht über das selbstständige Lesen von Zutatenlisten auf den Produkten.

Dies gibt immer die zuverlässigste und aktuellste Auskunft darüber was im Produkt enthalten ist. Die Datenbank von solchen Apps bzw. Seiten werden manuell aktualisiert und sind daher fehleraffin.

Manche User berichten im Zöliakie Austausch von lustigen Geschichten mit diesen Apps, in dem z.B. Klopapier gescannt und als „glutenhaltig“ eingestuft wurde und von glutenfreien Produkten, die von der App oder der Website als glutenhaltig gedeutet wurden oder umgekehrt.

Wir raten daher dringend davon ab sich auf Apps zu verlassen, und empfehlen stattdessen die Liste der verbotenen Zutaten zu lernen um selbstständig in Erfahrung zu bringen ob Produkte glutenhaltig oder glutenfrei sind.

Hier seht ihr mal ein Beispiel (von denen es viele gibt)  bei dem das “gleiche” Produkt unterschiedliche Zutaten hat.

Gerade bei Discountern und Eigenmarken is es nicht unüblich mehrere Lieferanten pro Artikel zu haben. Die Verpackungen schauen dann fast gleich aus und der EAN Code ist auch gleich – aber die Zutaten sind unterschiedlich!

Das kann keine App und keine Webseite außeinanderhalten

Also bitte IMMER IMMER IMMER Zutatenliste lesen!

 

Chips – Gleiche Verpackung unterschiedliche Zutaten.

Hier noch ein Beispiel von Chips

Gleiche Verpackung – unterschiedliche Zutaten – einmal mit Weizen und einmal ohne.

 

 

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Der Gesetzgeber (in unserem Fall, die EU) definiert „glutenfrei“ als jene Produkte, die weniger als 20 parts per million (20 mg pro Kilo, das ist in etwa ein Krümel in einem Kilo Brot oder 0,02 Prozent) enthalten.

Der Satz „enthält <20 ppm Gluten“ ist also für sämtliche als „glutenfrei“ deklarierte Produkte wahr, wie auch jene Produkte die mit der DZG-Ähre ausgezeichnet sind. Somit gilt der Satz „enthält unter <20 ppm“ auch für Produkte, die 0 parts per million Gluten enthalten und keiner Kontamination ausgesetzt sind. Manche Produkte weisen auch eine geringere Grenze auf, und deklarieren < 10 ppm oder < 5 ppm. Alle diese Produkte sind als glutenfrei anzusehen und können bedenkenlos von Personen mit Zöliakie konsumiert werden.

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Sofern die Diagnoe Hepertiformis Duhring nicht vor liegt, eigentlich nicht. Viele Mitglieder im Zöliakie Austausch verzichten jedoch dennoch auf glutenhaltige Kosmetika, aus Angst dass diese versehentlich in den Darm gerät oder weil es „eine Kopfsache ist“. Gluten in Kosmetika ist wie folgt deklariert:

Weizen
– Triticum vulgare (wheat) gluten
– AMP-isostearoyl hydrolyzed wheat protein
– wheat/wheaten

– Hydrolyzed wheat gluten
– Triticum aestivum / Triticum durum

Gerste
– Hordeum vulgare / Hordeum districhon

Roggen
– barley
– Secale cereale
– rye

Dinkel
– Triticum spelta

Hafer
– Avena sativa / Avena strigosa
– oat / oats

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Destillate sind grundsätzlich glutenfrei. Dies gilt auch für Alkohol, der aus Weizen gewonnen wurde, wie z.B. Korn.

Wird dem Alkohol nach Destillierung eine glutenhaltige Zutat hinzugefügt, muss dies gekennzeichnet werden.

Beispiele für glutenhaltigen Alkohol sind: Malzbier und Bier. Normales Bier (auch Malzbier und alkoholfreies Bier) ist grundsätzlich glutenhaltig. Explizit als glutenfrei gekennzeichnete Biere können jedoch konsumiert werden (siehe unten).

Es gibt Blended-Whiskey die nach der Destillation mit Zusätzen versehen werden können. Deshalb könnte es sein das diese Gluten enthalten. Dann steht dies aber auf dem Etikett

Beispiele für glutenfreien Alkohol können sein: Wein, Sekt, Schnaps, Rum, Weinbrand, Gin, Tequila, Wodka, Korn, Liköre.

Beispiele für glutenfreie Biere sind: Spalter Buchweizen Bier, Celia Pilsener glutenfrei, Neumarkter Lammsbräu glutenfrei/alkoholfrei glutenfrei, Monozo, Greens, Residenz Bio-Reisbier, SchnitzerBräu, Die Weisse, Pionier Pils, etc.

Es gibt glutenfreie Biere die Gerstenmalz  in der Zutatenliste enthalten. Wenn aber das Glutenfrei Zeichen auf der Flasche ist, ist der Glutengehalt im Getränk unter 20 ppm und somit ist das Bier glutenfrei.

Ausführlichere Informationen findet Ihr auch auf Jürgen’s Blogbeitrag “Welchen Alkohol darf man mit Zöliakie trinken?”.

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Dextrine , egal aus was sie gemacht werden sind glutenfrei. Alle sogenannten Stärkehydrolysate und dazu gehören Dextrin, Maltodextrin oder auch Dextrose und daraus weiter abgeleitete Produkte wie Ascorbinsäure – sind auch dann wenn sie ursprünglich aus Weizenstärke hergestellt wurden, für uns glutenfrei. Das gilt auch für Glukosesirup/Glucose aus Weizen (Weizensirup).

Auf einigen Zutatenlisten sind trotzdem im Zuge der erweiterten Allergenkennzeichnung glutenhaltige Bestandteile genannt. In diesen Fällen wird das Ausgangsmaterial wie z. B. Weizen direkt hinter der Zutat aufgeführt. Die genannten Stärkezucker sind  aber trotzdem glutenfrei.

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Ja, Kikkoman Sojasosse ist – trotz der Angabe „Weizen“ auf der Zutatenliste – glutenfrei. Wie unabhängige, evaluierte Tests dem Hersteller bescheinigen, liegt der Glutengehalt von Kikkoman Sojasosse unter 10 parts per million (ppm). Eine Stellungnahme von Kikkoman ist hier in der FAQ zu finden.

FAQ Kikkomann Stand 01/2015
FAQ Kikkomann Stand 01/2015

Laut Kikkoman ist die Kennzeichnung von Kikkoman Sojasosse als glutenfreies Produkt (z.B. Auszeichnung mit der DZG-Ähre) derzeit nicht geplant, da es bereits andere Produkte vom selben Hersteller mit der Aufschrift „glutenfrei“ zu kaufen gibt.

Zum Vergleich: Tests der Tamarisosse von Kikkoman bescheinigen einen Glutenwert von unter 5 ppm. An dieser Stelle zur Erinnerung: Produkte mit einem Glutengehalt von 20 ppm und niedriger gelten gesetzlich als glutenfrei und können daher von Zöliaken bedenkenlos konsumiert werden, d.h. sowohl Sojasosse als auch Tamarisosse von Kikkoman sind für eine streng glutenfreie Ernährung bestens geeignet.

Selbstverständlich kann man auch die explizit als „glutenfrei“ ausgezeichneten Produkte von Kikkoman bedenkenlos konsumieren – oder die nach Zutatenliste glutenfreien Tamarisossen anderer Hersteller kaufen. Nach dem sich einige Mitglieder sehr über die Möglichkeit gefreut haben, Kikkoman Sojasosse zu essen und es immer wieder zu erneuten Nachfragen kommt, haben wir diesen Punkt in die FAQs aufgenommen.

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Nein, dies ist kein Fehler! Aber – ganz wichtig: Dies sind Ausnahmen!

Wenn man “Gerstenmalzextrakt” oder eine andere glutenhaltige Zutat auf einer Zutatenliste liest, sollte man immer erst einmal davon auszugehen, dass das Produkt glutenhaltig und somit nicht für eine streng glutenfreie Ernährung geeignet ist!

Wenn ihr allerdings  die durchgestrichene Ähre auf dem Produkt seht, ist das ein Zeichen für Euch das es dennoch glutenfrei ist und auch regelmäßig geprüft wird.


Bionade

Somit sind die Chips von FunnyFrisch, die Biere von Celia und Lammsbräu, Bionade und einige weitere Produkte – trotz Gerstenmalzextrakt – glutenfrei.

Bier

Der Glutengehalt dieser Produkte liegt unter 20 ppm, also unter der gesetzlichen Mindestgrenze. Sie sind somit glutenfrei.

01 FAQs

Und was ist mit der Lindt Schokolade? Auch diese ist glutenfrei, aber nur sofern auf der Zutatenliste außer Gerstenmalzextrakt keine zweite glutenhaltige Zutat (z.B. Weizenmehl) erscheint. Hier ein Beispiel für eine Schokolade von Lindt, die trotz Beigabe von Gerstenmalzextrak glutenfrei ist.

Lindt bestätigt dies auch auf deren Homepage in der FAQ Punkt 25

Lindt

Alle diese Angaben sind vom Hersteller bestätigt und werden kontrolliert.

Fazit: Der Glutengehalt der o.g. Produkte liegt also trotz Beigabe einer glutenhaltigen Zutat unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 ppm. Die Produkte sind somit glutenfrei und bedenkenlos von Zöliaken geniessbar. Manche Zöliaken meiden Produkte mit Gerstenmalzextrakt jedoch aus Prinzip oder weil sie diese trotzdem nicht vertragen.

Gerade beim Lammsbräu Pils gibt es viele Personen die darauf reagieren. Wenn man es nicht kennt ist es besser dies in kleinen Mengen zu testen.

Man muss dies am besten einfach mal probieren, denn viele von uns vertragen diese Produkte ganz hervorragend und sind froh darüber sie kaufen zu können. Das Nicht-Vertragen dieser Produkte kann auch andere Gründe haben, die nicht mit der Zöliakie in Zusammenhang stehen. Mit dem Bier von Lammsbräu haben z.B. auch Personen Schwierigkeiten, die gar keine Zöliakie haben. Dies liegt – vielleicht, vielleicht auch nicht – am (geheimen) Glutenextraktionsverfahren.

Und nicht vergessen: Dies sind Ausnahmen! Wenn ihr andere Produkte findet auf denen Gerstenmalz steht, sind diese als GLUTENHALTIG anzusehen

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Dieser FAQ Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Hafer und glutenfreiem Hafer und soll einige Fragen zu diesem Thema klären. Vielen Dank an unser Gruppenmitglied Senja Nink.
Ganz wichtig! Nur Glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Ganz wichtig ! Nur glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Warum das so ist, erkläre ich in den nächsten Punkten:

  1. Hafer ist an sich glutenfrei, da er kein Weizenverwandter ist,

    genetisch nicht mit ihm verwandt und auch mit keinem anderen glutenhaltigen Getreide. Alle glutenhaltigen Getreide gehen aus einem Urgetreide hervor und sind auch miteinander gekreuzt. Nun kommt das ABER: Normaler Hafer ist aus folgenden Gründen NICHT für die glutenfreie Ernährung geeignet, denn:

    a.) Normaler Hafer wird auf Feldern angebaut, auf denen vorher Weizen oder andere glutenhaltige Getreide wuchsen.
    b.) Beim Ernten des glutenhaltigen Getreides werden immer Körner ausgesät, die dann zwischen dem Hafer wachsen und ihn kontaminieren.
    c.) Beim Hafer ernten wird derselbe Mähdrescher verwendet, mit dem vorher Weizen, Roggen und Gerste geerntet wurde. Er ist daher kontaminiert und wird nicht gereinigt; es bleiben immer Körner von der vorigen Ernte enthalten und kontaminieren dann den Hafer.
    d.) Beim Transport werden dieselben Lastwagen, Säcke und Co. benutzt; auch diese werden vorher nicht gereinigt und auch diese sind nie rückstandsfrei.
    e.) Auch die Verarbeitung zu Mehl oder Haferflocken birgt ihre Tücken, denn es werden dieselben Maschinen benutzt. Da diese nie gereinigt werden und auch nie so gereinigt werden könnten, wird auch hier wieder Gluten in den Hafer eingebracht.
    f.) Durch diese ganzen Verunreinigungen ist aus dem an sich glutenfreien Hafer ein so verunreinigter Hafer geworden, dass er viel zu viel Gluten für einen Menschen mit Zöliakie enthält. Daher ist nur glutenfreier Hafer für glutenfreie Ernährung geeignet.

  2. WAS ist an Glutenfreien Hafer anders?

    Glutenfreier Hafer muss gewisse Bedingungen erfüllen um sich “Glutenfrei” nennen zu dürfen:

    a.) Auf dem Feld, auf dem der glutenfreie Hafer wächst, darf für ~20 Jahre kein glutenhaltiges Getreide gewachsen sein.
    b.) Im direkten Umfeld dürfen keine glutenhaltigen Felder sein
    c.) Die Ernte und Lagerung muss mit Mähdreschern durchgeführt werden, die nur für glutenfreie Getreide genutzt werden.
    d.) Momentan gibt es in Deutschland z.B. von der Firma Bauckhof, ALNAVIT oder Schär glutenfreie Haferprodukte.

  3. Warum soll man am Anfang der Zöliakie-Diagnose keinen glutenfreien Hafer essen und ihn später erst langsam in den Speiseplan integrieren?

    Dafür gibt es folgende Gründe:
    a.) Am Anfang nach der Diagnose hat man einen entzündeten Dünndarm; egal wie stark er entzündet ist, ist eine ballaststoffarme Diät empfehlenswert. Hafer ist allerdings sehr ballaststoffreich und kann daher den Darm weiter reizen. Es kann durch die ballaststoffreiche kost zu „Verdauungsbeschwerden kommen, die an Zöliakiesymptome erinnern“. Daher sollte am Anfang, bis der Darm sich regeneriert hat, der Hafer gemieden werden.
    b.) Wer sich lange glutenfrei ernährt, lebt aufgrund vieler Produkte (vor allem durch die fertigen Brote und Mehle) ziemlich ballaststoffarm. Daher muss man langsam den Ballaststoffgehalt des Essens anheben, damit es nicht zu Verdauungsbeschwerden kommt. Dies bezieht sich vor allem auf Ballaststoffe, die in Getreiden vorkommen, wie Vollkornreis und Hafer. Bei manchen Menschen mit sensiblem Darm lösen zu viele Ballaststoffe „Zöliakie-artige Beschwerden“ aus, daher sollte man langsam austesten ob man es verträgt oder nicht.
    Glutenfreier Hafer ist von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (und allen Europäischen Zöliakiegesellschaften) getestet und für Zöliakiepatienten zugelassen! ER ist Sicher!
    Nicht jeder verträgt glutenfreien Hafer; wenn ihr ihn nicht vertagt solltet ihr ihn auch NICHT essen.

Dies soll kein Aufruf sein, Hafer zu essen. Integriert ihn in euren Speiseplan, wenn ihr das wünscht, aber wenn ihr glutenfreien Hafer esst, dann erst nachdem euer Darm wieder gesund ist.

Von der DZG gibt es auch eine schriftliche Stellungnahme (pdf).

 

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Linsen, Buchweizen und andere Getreide wachsen auf Feldern, auf denen auch glutenhaltiges Getreide gezogen wird. Daher ist hier das Risiko besonders gross, dass diese Körner kontaminiert sind. Dies ist z.B. auch ein Grund, weswegen wir nur glutenfreien Hafer konsumieren können.

Mehle aus eigentlich glutenfreien Körnern, wie z.B. Mais, können in Mühlen gemahlen werden, in denen auch glutenhaltige Körner zu Mehl verarbeitet werden. Die Gefahr, dass diese Körner und Mehle kontaminiert sind, ist sehr hoch. Daher empfehlen wir Körner und Mehle nach diesen beiden Kriterien zu kaufen bzw. zu behandeln:

1. Wenn die glutenfrei-Ähre auf dem Produkt steht oder das Produkt die Aufschrift „glutenfrei“ trägt, kann man dieses ohne Bedenken erwerben und konsumieren. Es ist auch möglich diese Produkte in der DZG-Lebensmittelaufstellung nachzuschlagen und dort gelistete Produkte einzukaufen (auch wenn diese keine Ähre oder die Aufschrift „glutenfrei“ tragen). Diese Produkte braucht man nicht zu sortieren, laut Aussage der DZG, weil diese Produkte regelmässigen Kontrollen unterliegen.

2. Linsen, Buchweizen, etc. kann man gut selbst sortieren. Hierzu breitet man eine kleine Menge Körner auf einer glatten Oberfläche aus und sortiert alles aus, was keine Linse, kein Buchweizenkorn, etc. ist. Manche nutzen hierfür einen kleinen Trick und nehmen die Hilfe einer UV-Lampe in Anspruch, unter der man die Weizenkörner (und andere glutenhaltige Körner) besser erkennen kann, weil sie sich farblich mehr absetzen als unter normalem Tages- oder Lampenlicht. Die Körner dann in einem Sieb waschen und weiter verarbeiten.

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In manchen Zutatenlisten sieht man den Begriff “Haferfaser” oder “Haferstroh”. Manchmal sieht man auch “Weizenfaser”. Dies sind Fasern aus dem Stengel bzw. der ganze Stengel vom Getreide.

Es ist Quasi der “Rest” der Pflanze ohne das Korn

Diese Zutaten sind glutenfrei, da sich Gluten nur im Keim vom Getreide befindet.

Haferfaser ist auch ein Ballaststoff, der in einer sehr stärkelastigen glutenfreien Ernährung unter Umständen sogar noch gut tut.

 

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Bei der Deklaration von Medikamenten gelten derzeit nicht die gleichen Vorschriften wie bei Lebensmitteln.

Laut der Information der DZG (05.08.2013 PDF) bzw. auch der Info im DZG-Heft „Medikamentenaufstellung“ gibt es eine Richtlinie, welche
besagt, dass zwar Weizenstärke als Inhaltsstoff aufgeführt werden muss, dass dies jedoch nicht für Gluten als Zusatz von Aromen gilt.

Was ist nun also zu tun ?

Grundsätzlich ist für uns nur der Inhalt von Medikamenten wichtig, welche Oral eingenommen werden. Die DZG empfiehlt, generell Medikamente mit der Aufstellung glutenfreier Arzneimittel auszuwählen.

Das ist natürlich bei dringenden Medikamenten nicht immer möglich.

Aus diesem Grund gibt man folgende Empfehlung:

Lebenswichtige Medikamente, welche der Arzt verschreibt, einnehmen.

Die Lebensrettende Maßnahme steht hierbei im Vordergrund.

Bei allen regelmäßig eingenommen Medikamenten (wie beispielsweise Schilddrüsenmedikamente, Pille, Blutdrucktabletten oder Ähnliches) ist die Glutenfreiheit vorher mit der Aufstellung der Medikamente von der DZG abgleichen, so dass der Arzt ein glutenfreies Präparat verschreiben kann.

Bei akuten Erkrankungen hingegen, wird ein Medikament in der Regel nur einmalig oder über einen kurzen Zeitraum eingenommen. Selbst wenn nicht-deklariertes Gluten enthalten wäre (über 20 ppm), sollte damit auch kein gravierender Diätfehler entstehen.

Bis dato konnte uns noch niemand ein Medikament nennen, welches tatsächlich nicht-deklariertes Gluten enthält UND dessen Glutengehalt größer 20 ppm ist.

Somit prüft eure Medikamente die ihr zu Hause habt, so dass zumindest die Hausapotheke für euch und eure Kinder sicher ist.

Vielen Dank an die DZG für die Informationen für die schnelle Rückmeldung

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In manchen Pflegemittlen oder Medikamenten findet man die Zutat “Weizenkeimöl”. Da das Öl aus dem Weizenkeim gewonnen wird und nicht aus dem Mehlkörper ist das gepresste Weizenkeimöl glutenfrei.

Außerdem können Öle oder Fette kein Eiweiß enthalten.

Leider findet man im Internet viele Falschinfos diesbezüglich.

Morbus Duhring Patienten können das Weizenkeimöl übrigens auch auf der Haut nutzen. Auch bei Duhring Patienten reagiert der Darm aber es gibt als Symptom Verknöterungen/Pickel auf der Haut.

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Glutenfrei essen (2)

Wie immer gilt: diese Frage kann man pauschal nicht beantworten. Es ist grundsätzlich und immer am Sichersten die Verkäufer zu fragen und sich im Zweifelsfall die Zutatenliste zeigen zu lassen. Sofern keine zuverlässige Auskunft möglich ist, raten wir auf den Konsum zu verzichten.

Die Chancen, dass folgende Speisen und Getränke glutenfrei sind, stehen jedoch sehr gut für:

a. gebrannte Nüssen (i.d.R. bestehend aus Nüssen, Zucker, Wasser und Zimt)
b. Maronen
c. Zuckerwatte
d. Maiskolben
e. Pommes
f. Softdrinks, Schnäpse und Wein.

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Dieser FAQ Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Hafer und glutenfreiem Hafer und soll einige Fragen zu diesem Thema klären. Vielen Dank an unser Gruppenmitglied Senja Nink.
Ganz wichtig! Nur Glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Ganz wichtig ! Nur glutenfreier Hafer ist für GLUTENFREIE Ernährung bei Zöliakie geeignet!

Warum das so ist, erkläre ich in den nächsten Punkten:

  1. Hafer ist an sich glutenfrei, da er kein Weizenverwandter ist,

    genetisch nicht mit ihm verwandt und auch mit keinem anderen glutenhaltigen Getreide. Alle glutenhaltigen Getreide gehen aus einem Urgetreide hervor und sind auch miteinander gekreuzt. Nun kommt das ABER: Normaler Hafer ist aus folgenden Gründen NICHT für die glutenfreie Ernährung geeignet, denn:

    a.) Normaler Hafer wird auf Feldern angebaut, auf denen vorher Weizen oder andere glutenhaltige Getreide wuchsen.
    b.) Beim Ernten des glutenhaltigen Getreides werden immer Körner ausgesät, die dann zwischen dem Hafer wachsen und ihn kontaminieren.
    c.) Beim Hafer ernten wird derselbe Mähdrescher verwendet, mit dem vorher Weizen, Roggen und Gerste geerntet wurde. Er ist daher kontaminiert und wird nicht gereinigt; es bleiben immer Körner von der vorigen Ernte enthalten und kontaminieren dann den Hafer.
    d.) Beim Transport werden dieselben Lastwagen, Säcke und Co. benutzt; auch diese werden vorher nicht gereinigt und auch diese sind nie rückstandsfrei.
    e.) Auch die Verarbeitung zu Mehl oder Haferflocken birgt ihre Tücken, denn es werden dieselben Maschinen benutzt. Da diese nie gereinigt werden und auch nie so gereinigt werden könnten, wird auch hier wieder Gluten in den Hafer eingebracht.
    f.) Durch diese ganzen Verunreinigungen ist aus dem an sich glutenfreien Hafer ein so verunreinigter Hafer geworden, dass er viel zu viel Gluten für einen Menschen mit Zöliakie enthält. Daher ist nur glutenfreier Hafer für glutenfreie Ernährung geeignet.

  2. WAS ist an Glutenfreien Hafer anders?

    Glutenfreier Hafer muss gewisse Bedingungen erfüllen um sich “Glutenfrei” nennen zu dürfen:

    a.) Auf dem Feld, auf dem der glutenfreie Hafer wächst, darf für ~20 Jahre kein glutenhaltiges Getreide gewachsen sein.
    b.) Im direkten Umfeld dürfen keine glutenhaltigen Felder sein
    c.) Die Ernte und Lagerung muss mit Mähdreschern durchgeführt werden, die nur für glutenfreie Getreide genutzt werden.
    d.) Momentan gibt es in Deutschland z.B. von der Firma Bauckhof, ALNAVIT oder Schär glutenfreie Haferprodukte.

  3. Warum soll man am Anfang der Zöliakie-Diagnose keinen glutenfreien Hafer essen und ihn später erst langsam in den Speiseplan integrieren?

    Dafür gibt es folgende Gründe:
    a.) Am Anfang nach der Diagnose hat man einen entzündeten Dünndarm; egal wie stark er entzündet ist, ist eine ballaststoffarme Diät empfehlenswert. Hafer ist allerdings sehr ballaststoffreich und kann daher den Darm weiter reizen. Es kann durch die ballaststoffreiche kost zu „Verdauungsbeschwerden kommen, die an Zöliakiesymptome erinnern“. Daher sollte am Anfang, bis der Darm sich regeneriert hat, der Hafer gemieden werden.
    b.) Wer sich lange glutenfrei ernährt, lebt aufgrund vieler Produkte (vor allem durch die fertigen Brote und Mehle) ziemlich ballaststoffarm. Daher muss man langsam den Ballaststoffgehalt des Essens anheben, damit es nicht zu Verdauungsbeschwerden kommt. Dies bezieht sich vor allem auf Ballaststoffe, die in Getreiden vorkommen, wie Vollkornreis und Hafer. Bei manchen Menschen mit sensiblem Darm lösen zu viele Ballaststoffe „Zöliakie-artige Beschwerden“ aus, daher sollte man langsam austesten ob man es verträgt oder nicht.
    Glutenfreier Hafer ist von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (und allen Europäischen Zöliakiegesellschaften) getestet und für Zöliakiepatienten zugelassen! ER ist Sicher!
    Nicht jeder verträgt glutenfreien Hafer; wenn ihr ihn nicht vertagt solltet ihr ihn auch NICHT essen.

Dies soll kein Aufruf sein, Hafer zu essen. Integriert ihn in euren Speiseplan, wenn ihr das wünscht, aber wenn ihr glutenfreien Hafer esst, dann erst nachdem euer Darm wieder gesund ist.

Von der DZG gibt es auch eine schriftliche Stellungnahme (pdf).

 

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Glutenfreies Backen (4)

Nichts. Glutenfreie Backwaren trocknen sieben Mal schneller aus als glutenhaltige Backwaren und sind daher eher weniger dazu geeignet sie über Nacht aufzubewahren. Aus diesem Grund frieren viele Mitglieder im Zöliakie Austausch selbstgebackenes Brot ein, z.B. in Scheiben, die dann einzeln aus dem Gefrierschrank entnommen werden und entweder aufgetaut oder im Toaster aufgebacken werden. Es ist auch möglich einen Hefeteig zuzubereiten, diesen im Kühlschrank zu lagern und jeden Tag einen Teil zu entnehmen um z.B. Brötchen zu backen.

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Flohsamenschalen sind Schalen der Pflanze Planto ovata. Als Pulver fügen viele glutenfreie Bäcker ihren Teigen ca. einen Teelöffel Flohsamenschalen auf 500g zu. Dies soll den Teig geschmeidiger machen, Feuchtigkeit binden und diese länger im Teig speichern. Die selbe Funktion übernehmen Xanthan, Guarkernmehl, Pfeilwurzelstärke oder Johannisbrotkernmehl.

Zu kaufen gibt es Flohsamenschalen, Guarkernmehl, Pfeilspitzenpulver und Johannisbrotkernmehl im Reformhaus und über den Versandhandel im Internet. Flohsamenschalen sind auch in der Apotheke erhältlich.

Amazon Link Xanthan

 

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Die konventionelle Hefe, egal ob als Frischhefe oder Trockenhefe angeboten ist glutenfrei, da sie auf Melasse gezüchtet wird. Bio-Hefe wird mitunter auf einem Getreide-Nährboden gezüchtet.

[25.05.2016 – Update zur Konkretisierung  und Entwarnung]

Wir haben von der DZG die Auskunft erhalten, das unsere Info richtig ist aber auch bei Nährboden auf Basis verzuckerter Mehlmaische oder Ähnlichem geht kein Gluten in die Hefe über, sodass das Endprodukt in jedem Fall glutenfrei ist.

Oft hört man auch, dass Bio-Hefe bemehlt sein kann. Laut der Versuchsanstalt der Hefeindustrie ist dies jedoch nicht üblich. Dem deutschen Verband der Hefeindustrie ist aber auch im Bio-Bereich keine glutenhaltige Hefe bekannt. Sollte es doch einmal der Fall sein, müsste auch das auf der Verpackung deklariert sein.

Fazit: Frischhefe inklusive Bio-Frischhefe ist in der Regel glutenfrei. Sollte Gluten im Endprodukt enthalten sein, müsste dies in der Zutatenliste deklariert sein, egal ob Zutat oder Hilfsstoff.

Zur Erläuterung des Update: Es gab in früheren Zeiten die Info das man bei BIO Hefe auf die “Glutenfrei-Deklaration” achten sollte.

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Immer wieder wird erwähnt das man, wenn man die Diagnose erhält auch in der Küche Änderungen vornehmen soll.

Alte Hilfsmittel in denen sich noch glutenhaltige Mehl- oder Teigreste befinden, sollen zur Sicherheit ausgetauscht werden um Kontamination zu vermeiden.

Selbst wenn man äußerlich mit Wasser reinigt können noch glutenhaltige Reste in oder an den Hilfsmitteln zurückbleiben.

Dazu gehören z.B.

  • der Toaster, da sich an den Heizstäben und im Toaster selbst glutenhaltige Brösel befinden
  • das Holzbrett auf dem Brot geschnitten wurde, da sich in den Ritzen Mehlstaub und Brösel festsetzen können
  • die Backform aus Metall da Teig und Mehl in den Ecken oder an den Kanten nicht 100% entfernt werden können.
  • Handrührgeräte da sich innerhalb der Maschine Mehlstaub und Teigreste festsetzen

In unserer Facebookgruppe wurde ein Foto von Erika gepostet, das sehr deutlich zeigt wieviel Mehl und auch Teig sich in so einen Rührgerät festsetzt und dann bei jedem Einsatz wieder in den neuen Teig kommen kann.

Reste Hand-Rührgerät

Deshalb ist das Kontaminationsriskiko auch extrem hoch, wenn Freunde oder Bekannte einen Kuchen backen. Selbst wenn alle Zutaten glutenfrei sind – die glutenhaltigen Verschmutzungen rießeln beim Rühren in den Teig und somit ist er nicht mehr glutenfrei.

Und hier noch ein Foto eines geöffenten Handrührgerätes bei dem man das Mehl sieht. Das rieselt dann bei jedem neuen Backen in den glutenfreien Teig.

 

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Zöliakie: medizinische Fragen (6)

Die Diagnose basiert auf zwei Befunden: Antikörpertest und Gewebsproben bei einer Magenspiegelung. Mehr Informationen zum Diagnoseverfahren findet ihr im Flyer „Diagnostik und Betreuung“ der DZG. Es ist wichtig sich bis zur Blutabnahme/Magenspiegelung glutenhaltig zu ernähren. Wenn vor Blutabnahme und Magenspiegelung (Dünndarmbiopsie) auf glutenfreie Ernährung umgestellt wird, verfälscht dies die Ergebnisse und es kann keine Zöliakie nachgewiesen werden. Eine sichere Diagnose ist in vielerlei Hinsicht wichtig, beispielsweise zur Anerkennung der Krankheit als Behinderung (falls man dies wünscht, mehr dazu siehe hier) und auch in Hinsicht auf Kontrolluntersuchungen. Menschen mit einer gesicherten Diagnose haben auch auf lange Sicht eine bessere Diät-Compliance als Personen, die sich auf Verdacht und ohne nachgewiesene medizinische Notwendigkeit glutenfrei ernähren. Es ist also überhaupt nicht ratsam sich auf eigene Faust glutenfrei zu ernähren, da im Zweifel die Untersuchungen wiederholt werden müssen. Diesen Untersuchungen muss eine dreimonatige Glutenbelastung vorhergehen, da sonst keine zuverlässigen Ergebnisse erwartet werden können.
Normalerweise werden die Folgeuntersuchungen wie folgt gehandhabt: Blutabnahme zur Kontrolle der Antiköper nach drei Monaten, dann Kontrolle der Blutwerte ein Mal im Jahr (mehr Infos im Flyer „Diagnostik und Betreuung“ der DZG). Eine Magenspiegelung (Dünndarmbiopsie) ist in der Regel nicht mehr notwendig, sofern keine anderen Gründe hierfür sprechen.

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Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung. Im Gegensatz zu einer Lebensmittelallergie kann diese sich nicht verwachsen und ist auch nicht heilbar. Ausnahmen sind einzig und alleine Betroffene, die ihre Diagnose vor dem zweiten Lebensalter erhalten haben und deren Zöliakie sich “verwachsen” haben könnte. Diese Ausnahmen sind jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 Prozent nur sehr selten und diesen Fällen liegt keine sichere Zöliakiediagnose zu Grunde, sondern eine Vermutung, dass eine Zöliakie vor liegt und eine mehr oder weniger spontane Abheilung der Symptome unter glutenfreier Ernährung. Vor vielen Jahren waren die Diagnoseverfahren für Zöliakie nicht so genau wie heute (zöliakiespezifische Antikörper), so dass die damals vorliegenden Diagnoseprobleme heute eher nicht zu erwarten sind. Ferner sollte das “Verwachsen” der Zöliakie grundsätzlich und immer nur unter Kontrolle durch einen auf Zöliakie spezialisierten Arzt getestet werden. Heilpraktikerinnen können helfen bestimmte Symptome der Zöliakie zu lindern, aber bei Angeboten einer „Heilung“ (auch von Ärzten oder durch Geistliche) sollte immer Vorsicht geboten sein, da eine Heilung nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht möglich ist.

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Im Forum machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Ärzte fälschlicherweise zu Ausnahmen bei der glutenfreien Ernährung raten. Die DZG und auch alle anderen Zöliakiegesellschaften weltweit, sowie auf dem Fachgebiet spezialisierte Ärzte raten Betroffenen sich ein Leben lang glutenfrei zu ernähren um den Konsequenzen einer glutenhaltigen Ernährung – wie z.B. Osteoporose und Darmkrebs – vorzubeugen. Diese Empfehlung beinhaltet auch ganz klar ein Verbot von Ausnahmen (essen geringer Mengen Gluten, Beißen von einem Stück glutenhaltiger Pizza,  eine glutenhaltige Mahlzeit im Jahr). Solche Ausnahmen, auch wenn es sich um kleinste Mengen Gluten handelt, sind für Betroffene und deren Darm schädlich und können langfristig zu Problemen einer unbehandelten Zöliakie führen. Dies ist auch der Fall, wenn keine Symptome (Erbrechen, Durchfall, Ermüden, Verstopfung, etc.) auftreten oder für Dritte nicht ersichtlich sind. Es ist aus diesem Grund also einerseits sehr wichtig stets glutenfreie Speisen und Getränke zu sich zu nehmen, und andererseits umso wichtiger einer Kontamination mit Gluten in der hauseigenen Küche vorzubeugen (mehr zum Thema Küchenhygiene findet ihr auf der Homepage der DZG).

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Eindeutig nein. Es gibt keine Medikamente oder andere Methoden welche das Gluten „zerstören“ oder für den Körper unkenntlich machen. Die einzige Möglichkeit um die Symptome der Zöliakie „auszuschalten“ ist dem Körper kein Gluten zuführen.

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Screenshot at Mai 07 17-11-02Natürlich kann man auch mit Zöliakie Blut spenden und sich auch in die DKMS Spenderdatei aufnehmen lassen. Viele unserer Mitglieder sind dort gelistet.

Voraussetzung ist, das du dich glutenfrei ernährst und keine körperlichen Symptome hast. Damit bist du ja Gesund.

Auf der Onlineseite der DKMS wird man zwar erstmal abgewiesen, wenn du Zöliakie bei der Registrierung angibst, aber wenn du dich direkt an die DKMS wendest, kannst du aufgenommen werden. Allerdings entscheidet letztendlich immer ein Arzt ob dein Zustand, auch unabhängig von der Zöliakie, Blutspenden zulässt.

Link zur Auskunft der DZG zum Thema Blutspenden: http://www.dzg-online.de/blutspenden.172.0.html

Und hier noch die Auskunft der DKMS vom 29.04.2015 auf deren Facebookseite;

 

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In manchen Pflegemittlen oder Medikamenten findet man die Zutat “Weizenkeimöl”. Da das Öl aus dem Weizenkeim gewonnen wird und nicht aus dem Mehlkörper ist das gepresste Weizenkeimöl glutenfrei.

Außerdem können Öle oder Fette kein Eiweiß enthalten.

Leider findet man im Internet viele Falschinfos diesbezüglich.

Morbus Duhring Patienten können das Weizenkeimöl übrigens auch auf der Haut nutzen. Auch bei Duhring Patienten reagiert der Darm aber es gibt als Symptom Verknöterungen/Pickel auf der Haut.

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Facebook-Gruppenregeln (1)

Es dürfen nur selbstgemachte Fotos von eigenen Werken veröffentlicht werden. Auch Facebook ist KEIN rechtsfreier Raum. Wir müssen uns an den gesetzlichen Regeln halten.

Deswegen werden in unserer Facebookgruppe abfotografierte Artikel aus Zeitschriften, Zeitungen und Büchern gelöscht. Auch Rezepte aus Kochbüchern dürfen nicht abfotografiert oder ein Screenshot davon, veröffentlicht werden.

Ihr dürft aber gerne berichten das es einen Arrtikel in einer Zeitung gibt und dann in eigenen Worten schreiben was der Inhalt ist.

Genauso verhält es sich mit ganzen Texten von Blogs oder Webseiten. Auch diese dürfen nicht  einfach in Beiträgen genutzt werden.

Bitte verlinkt diese Artikel.

Es gibt das Urhebergesetz in dem klar und deutlich steht das Texte und Fotos einem Urherbrecht unterliegen. Und das bedeuetet, das man diese nicht weiter veröffentlichen darf, ohne eine Genehmiung zu haben.

Für alle die sich weiter informieren wollen gibt es folgende Artikel zur Vertiefung:

Sowohl der Beitragsersteller ist schadensersatzpflichtig als auch die Admins, sobald sie davon Kenntnis erlangt haben, das heisst sobald wir es gesehen haben,

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Glutenfreies Leben (5)

Der Zöliakie Austausch auf Facebook hat mittlerweile über 4,000 Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum. Wir haben aber auch viele Mitglieder aus anderen Ländern in der EU und dem außereuropäischen Ausland oder Posts von Hotels im Ausland, die ihr glutenfreies Angebot bewerben. Wir profitieren täglich vom Gespräch über die Zöliakie und die glutenfreie Ernährung, erfahren aber auch schnell relevante Neuigkeiten wie z.B. neue Produkte, Rezepturänderungen bei vormals glutenfreien Produkten, die nun glutenhaltig sind, Produktrückrufe, Rezeptideen, etc.

Es lohnt sich auch in unseren Dateien-Bereich zu schauen. Dort tragen sich Mitglieder (freiwillig) nebst ihrer Postleitzahl ein, es gibt (ebenfalls nach PLZ sortierte und von unseren Mitgliedern gepflegte) Restaurantlisten mit glutenfreiem Angebot und Dateien mit Urlaubsberichten und Hoteltipps. Es finden auch ab und zu Offline-Treffen zum persönlichen Kennenlernen statt, ab und an werden auch Gewinnspiele ausgelobt bei denen glutenfreie Delikatessen zu gewinnen sind und Umfragen (von Unternehmen, von Studierenden die ihre Abschlussarbeit schreiben) eingestellt. Ferner können Gruppenmitglieder auf einen exklusiven Rabatt von 20 Prozent bei www.glutyfreeshop.de zurückgreifen.

Ihr seht: ein Betritt lohnt sich allemal!

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Dies ist je nach Land unterschiedlich.

In Deutschland erhalten Personen, die Hartz-IV beziehen, einen Zuschuss von ca. 78 EUR  für Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung nach § 21 SGB II . (Link zur Info für Hartz IV Bezieher), Personen die ALG I beziehen oder einer regulären Arbeit nachgehen, können diesen Zuschuss nicht in Anspruch nehmen. Auch die Mehrkosten steuerlich abzusetzen kann man in Deutschland nicht. Hierzu hat es 2007 ein Urteil gegeben, siehe z.B. hier.

In Österreich können für die finanzielle Mehrbelastung die entsteht, monatlich 70 Euro steuerlich abgesetzt werden. Mehr Informationen findet ihr hier.

Quelle der Informationen: Österreichische Arbeitsgemeinschaft Zöliakie, www.zoeliakie.or.at

In der Schweiz gibt es auch eine monatliche Unterstützung.  Das ist eine Pauschale für Kinder von 7-12 Jahre von ca. 1.050 CHF, 13- 20 Jährige erhalten 1.400 CHF pro Jahr.

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3D-JaWir sind der Meinung, dass die Antwort auf diese Frage ein deutliches „Ja“ ist. Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. mit Sitz in Stuttgart ist unser offizielles Sprachrohr. Die Arbeit der DZG ist vielseitig, angefangen von den Lebensmittelaufstellungen (in denen man glutenfreie Lebensmittel und Medikamente nachschlagen kann), über den Newsletter und das Mitgliedermagazin DZG Aktuell und die Organisation des Welt Zöliakie Tages im Mai aller ungeraden Jahre.

Die DZG besteht zum einen aus der Stuttgarter Geschäftsstelle, bei der alle Fäden zusammen laufen. Die Geschäftsstelle beschäftigt auch Experten, z.B. Frau Dr. Baas, die jede Woche ein Sprechstunde anbietet, sowie Ellen Duba, die das Team Ernährung leitet und für die Lebensmittelaufstellungen zuständig ist. Die Menschen, die dort arbeiten, werden über die Mitgliederbeiträge bezahlt.

Der aus drei Personen bestehende Vorstand, der Mitgliederausschuss, der Seniorenbeirat und der Jugendausschuss sowie die Kontaktpersonen der DZG sind alle ehrenamtlich tätig. Teil der DZG ist auch der wissenschaftliche Beirat, der aus dreizehn Medizinern besteht, die sich jedes Jahr über neueste Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie der Zöliakie besprechen und Empfehlungen aussprechen.

Wenn man Mitglied bei der DZG wird, erhält man somit nicht unbedingt Leistungen und Produkte, die man sich ins Regal stellen kann, sondern unterstützt die Arbeit des Vereins zugunsten der über 800.000 Personen mit Zöliakie  (ca. 1 % der Bevölkerung laut KiGGS-Studie ) in Deutschland. Derzeit (2015) hat die DZG ca. 40.000 Mitglieder.

Die Aktivitäten der Kontaktpersonen sind sehr divers, angefangen von Gesprächsgruppentreffen und Stammtischen, über Backworkshops bis hin zu Erstberatungen von Personen, die frisch diagnostiziert sind oder gerade dabei sind, sich diagnostizieren zu lassen und leisten auch Öffentlichkeitsarbeit, z.B. in Form von Aufritten in Funk und Fernsehen. Auch als Nicht-Mitglied stehen einem die Aktivitäten der regionalen Gruppen in der Regel offen, gegebenenfalls kann man gegen einen kleinen Aufpreis an den Veranstaltungen teilnehmen. Die Jugendfreizeiten der DZG und das Magazin Zottel sind Anlaufspunkt für Jugendliche und Kinder mit Zöliakie sind nur einige Angebote des DZG Jugendausschusses. Die DZG schaltet sich beispielsweise ein, wenn falsche Berichte über Zöliakie im Fernsehen laufen und wird auch von der Politik zu Rate gezogen. Sie wurde z.B. im Bundestag angehört als es um die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und andere für uns relevante Themen ging. Die DZG arbeitet in Kooperation mit den anderen Zöliakiegesellschaften, insbesondere in Europa, um so auch auf europäischer Ebene unsere Bedürfnisse durchzusetzen.

Die DZG beteiligt sich auch an aktuellen Forschungen rund um das Thema Zöliakie und unterstützt diese. Hierfür gibt es jährlich einen Forschungsförderpreis in Höhe von 15.000 €.

Wir empfehlen eine Mitgliedschaft bei der DZG, weil man gemeinsam immer mehr erreichen kann und wir die Arbeit der DZG als wichtig erachten, weil wir selbst jeden Tag von ihr und dem in der Vergangenheit Erreichten profitieren.

Der Beitritt in die DZG kostet 15 EUR Bearbeitungsgebühr, der Jahresbeitrag 45 EUR, 3 EUR sind für jedes weitere Familienmitglied fällig. D.h. die Mitgliedschaft bei der DZG ist ca. äquivalent dem Preis einer Packung glutenfreien Mehls pro Monat ( oder weniger als einer Packung Zigaretten). Für Studierende, Familien und Sozialhilfeempfänger gelten andere, günstigere Beitragssätze.

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Immer wieder wird erwähnt das man, wenn man die Diagnose erhält auch in der Küche Änderungen vornehmen soll.

Alte Hilfsmittel in denen sich noch glutenhaltige Mehl- oder Teigreste befinden, sollen zur Sicherheit ausgetauscht werden um Kontamination zu vermeiden.

Selbst wenn man äußerlich mit Wasser reinigt können noch glutenhaltige Reste in oder an den Hilfsmitteln zurückbleiben.

Dazu gehören z.B.

  • der Toaster, da sich an den Heizstäben und im Toaster selbst glutenhaltige Brösel befinden
  • das Holzbrett auf dem Brot geschnitten wurde, da sich in den Ritzen Mehlstaub und Brösel festsetzen können
  • die Backform aus Metall da Teig und Mehl in den Ecken oder an den Kanten nicht 100% entfernt werden können.
  • Handrührgeräte da sich innerhalb der Maschine Mehlstaub und Teigreste festsetzen

In unserer Facebookgruppe wurde ein Foto von Erika gepostet, das sehr deutlich zeigt wieviel Mehl und auch Teig sich in so einen Rührgerät festsetzt und dann bei jedem Einsatz wieder in den neuen Teig kommen kann.

Reste Hand-Rührgerät

Deshalb ist das Kontaminationsriskiko auch extrem hoch, wenn Freunde oder Bekannte einen Kuchen backen. Selbst wenn alle Zutaten glutenfrei sind – die glutenhaltigen Verschmutzungen rießeln beim Rühren in den Teig und somit ist er nicht mehr glutenfrei.

Und hier noch ein Foto eines geöffenten Handrührgerätes bei dem man das Mehl sieht. Das rieselt dann bei jedem neuen Backen in den glutenfreien Teig.

 

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Bei der Deklaration von Medikamenten gelten derzeit nicht die gleichen Vorschriften wie bei Lebensmitteln.

Laut der Information der DZG (05.08.2013 PDF) bzw. auch der Info im DZG-Heft „Medikamentenaufstellung“ gibt es eine Richtlinie, welche
besagt, dass zwar Weizenstärke als Inhaltsstoff aufgeführt werden muss, dass dies jedoch nicht für Gluten als Zusatz von Aromen gilt.

Was ist nun also zu tun ?

Grundsätzlich ist für uns nur der Inhalt von Medikamenten wichtig, welche Oral eingenommen werden. Die DZG empfiehlt, generell Medikamente mit der Aufstellung glutenfreier Arzneimittel auszuwählen.

Das ist natürlich bei dringenden Medikamenten nicht immer möglich.

Aus diesem Grund gibt man folgende Empfehlung:

Lebenswichtige Medikamente, welche der Arzt verschreibt, einnehmen.

Die Lebensrettende Maßnahme steht hierbei im Vordergrund.

Bei allen regelmäßig eingenommen Medikamenten (wie beispielsweise Schilddrüsenmedikamente, Pille, Blutdrucktabletten oder Ähnliches) ist die Glutenfreiheit vorher mit der Aufstellung der Medikamente von der DZG abgleichen, so dass der Arzt ein glutenfreies Präparat verschreiben kann.

Bei akuten Erkrankungen hingegen, wird ein Medikament in der Regel nur einmalig oder über einen kurzen Zeitraum eingenommen. Selbst wenn nicht-deklariertes Gluten enthalten wäre (über 20 ppm), sollte damit auch kein gravierender Diätfehler entstehen.

Bis dato konnte uns noch niemand ein Medikament nennen, welches tatsächlich nicht-deklariertes Gluten enthält UND dessen Glutengehalt größer 20 ppm ist.

Somit prüft eure Medikamente die ihr zu Hause habt, so dass zumindest die Hausapotheke für euch und eure Kinder sicher ist.

Vielen Dank an die DZG für die Informationen für die schnelle Rückmeldung

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5 Kommentare

  1. Eine Anmerkung zu der Frage, ob man auf Gluten in Kosmetika achten muß: die DZG empfiehlt in einer Pressemitteilung vom 05.08.2013 https://www.dzg-online.de/files/130805-pm-gluten_in_medikamenten_und_kosmetik_fe.pdf, bei Kosmetik- und Hygieneartikeln im Mund- und Gesichtsbereich ausschließlich glutenfreie Kosmetik zu verwenden, ebenso bei der gesamten Körperpflege für Kinder. Siehe auch unser Blogbeitrag http://blog.mysalifree.com/2015/01/wann-mu-ich-auf-glutenfreie-kosmetik.html

    Ansonsten hilfreicher FAQ-Bereich 🙂

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